Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Opinion Paper: Einfluss steigender Energiepreise auf den Düngemitteleinsatz

Steigende Energiepreise haben Einfluss auf die Herstellung und den Einsatz von mineralischen Düngemitteln und führten zuletzt zu signifikanten Verteuerungen.

Die Herstellung von mineralischem Dünger ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Bild: GABOT.

Dr. Sandra Uthes vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) gibt in einem Opinion-Paper eine Einschätzung darüber, wie die Landwirtschaft reagieren kann und ob möglicherweise der Umweltschutz von einer Reduktion des Düngemitteleinsatz profitiert.

Eine gestiegene Nachfrage nach Strom und höhere Gaspreise sind zwei der vielfältigen Gründe dafür, dass auch im Jahr 2022 mit weiter steigenden Energiepreisen zu rechnen ist. Da die Herstellung von mineralischem Dünger mit hohem Energieaufwand verbunden ist, schlägt sich dieser Trend bereits seit 2021 auf den Düngemittelpreis nieder.

Dr. Sandra Uthes gibt in einem Opinion Paper des ZALF Hintergrundinformationen zu dem Thema und eine Einschätzung dazu, welche Entwicklung den Düngemittelpreisen weiter bevorsteht und wie sich die aktuelle Teuerung auf die landwirtschaftliche Praxis auswirken kann. Uthes zeigt Handlungsoptionen für Landwirtinnen und Landwirte auf und diskutiert Alternativen zu Mineraldüngern. Darüber hinaus stellt Uthes in dem Opinion Paper dar, inwiefern aus dieser Situation eine Chance auf einen sparsameren Einsatz von Düngemitteln, weniger Nährstoffauswaschungen im Grundwasser und damit einen Schritt hin zu umweltfreundlicherer Bewirtschaftung entstehen kann.

Am ZALF ist Uthes Co-Leiterin der BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe „BioKum“, die am Beispiel der Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft die komplexen Zusammenhänge, Chancen aber auch Risiken und Konflikte bioökonomischer Transformationsprozesse untersucht. (ZALF)

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