- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Österreich: Sehr kleine Obsternte wegen ...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Österreich: Sehr kleine Obsternte wegen Frost
Die diesjährige Produktion von Tafelobst aus Erwerbsanlagen (ohne Holunder und Aronia) belief sich laut Statistik Austria auf 84.200 t. Das entspricht einem Drittel einer Normalernte (Zehnjahresmittel) und weniger als einem Drittel der Vorjahresmenge (-67%). Verantwortlich für die schlechte Ernte ist in erster Linie der Frühjahrsfrost, der große Schäden, vor allem im steirischen Erwerbsobstbau, verursachte. Nahezu alle Obstarten waren betroffen. Das wenige Tafelobst, das heuer geerntet werden konnte, wies außerdem Qualitätsmängel wie Frostringe, Fruchtdeformationen oder innere Fäulnis bei Kernobst auf. Kernobst aus Erwerbsanlagen erbrachte eine Erntemenge von 65.600 t, 71% weniger als im Vorjahr. Verglichen mit dem Zehnjahresmittel entsprach die Erntemenge einer stark unterdurchschnittlichen Produktion (-69%). Davon waren 93% Äpfel (60.800 t, -72% zu 2015), wovon wiederum 58% aus steirischen Kulturen stammten. Die Birnenernte erbrachte 4.800 t (-52% zu 2015).
Bei Steinobst wurde immerhin die Hälfte einer Normalernte erzielt. Die Produktion belief sich auf 6.600 t, was einem Minus von 50% zum Vorjahr entspricht. Bei Marillen wurde eine Erntemenge von 4.200 t erreicht (-39% zu 2015), wobei die Erträge je nach regionaler Lage stark variierten – von vergleichsweise sehr guten Hektarerträgen bis zum frostbedingten Totalausfall der Ernte in Teilen der Wachau. Die Zwetschkenernte bezifferte sich auf lediglich 840 t (-66% zu 2015). Kirschen und Weichseln erbrachten in Summe 780 t (-61% zu 2015).
Bei Beerenobst (ohne Holunder und Aronia) wurden vergleichsweise die geringsten Ausfälle verzeichnet. Es wurde aber auch hier mit einer Menge von 11.900 t nur ein unterdurchschnittliches Ergebnis erreicht (-32% zum Zehnjahresmittel); im Vergleich zu 2015 wurde ein Minus von 29% verzeichnet. Mit über 80% Anteil konnten Erdbeeren eine Ernte von 9.800 t erbringen (-27% zu 2015). Darüber hinaus wurden 790 t Ribiseln (-53% zu 2015), 640 Tonnen Himbeeren (-22% zu 2015) und 660 t Kulturheidelbeeren (-22% zu 2015) geerntet.
Die Erntemenge von Aroniabeeren, die erstmals erhoben wurde, belief sich auf 1.400 t. Die Früchte werden hauptsächlich zu Säften oder Marmelade verarbeitet, aber auch zur Farbstoffgewinnung verwendet.
Bei Holunder, dessen Früchte vornehmlich in der Lebensmittelfarbstofferzeugung Verwendung finden, betrug die Ernte 6.900 t und somit knapp 80% der Vorjahresernte.
Walnüsse hingegen fielen fast überall dem Frost zum Opfer, sodass österreichweit nur eine Produktionsmenge von 85 t verzeichnet werden konnte (-90% zu 2015).

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.