Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Österreich: Hohe Ausfälle aufgrund von Frost

Nach einer überdurchschnittlichen Ernte im Vorjahr fiel die Obstproduktion in Österreich frostbedingt unterdurchschnittlich aus: Mit 190.500 Tonnen lag die Erntemenge im Erwerbsobstbau laut Statistik Austria 10% unter dem Zehnjahresmittel und um ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau.

Ein Teil der Kernobstblüte wurde durch Frost zerstört. Bild: GABOT.

Bereits Apfelblüte geschädigt

In der Steiermark wurde ein Gutteil der Kernobstblüte durch Frost zerstört. Daher wurde bei Äpfeln, die mehr als 80% der gesamten Obsternte ausmachten, nur eine Produktionsmenge von 156.300 Tonnen (−18% zu 2022) erreicht – davon fast drei Viertel in der Steiermark. Bei Birnen wogen die Produktionsverluste aufgrund der früheren Blüte noch schwerer: Mit 6.600 Tonnen wurde ein Minus von 45% zum Vorjahr verzeichnet, damit lag die Erntemenge auch deutlich unter dem Zehnjahresmittel (−24%).

Schlechte Steinobsternte, hohe Beerenobstproduktion

Bei Marillen konnte, trotz teilweise hoher Erträge in Gunstlagen, lediglich eine Ernte von 3.800 Tonnen erzielt werden. Damit war die Erntemenge um 17% geringer als 2022 und lag 37% unter dem Zehnjahresmittel. 2.200 Tonnen Kirschen und Weichseln wurden heuer geerntet, um 16% weniger als im Vorjahr, aber um 11% mehr als im langjährigen Mittel. Die Zwetschkenernte blieb heuer mit 1.200 Tonnen stark unter dem Niveau des Vorjahres (−45%) und unter dem Zehnjahresmittel (−43%).

Die Erdbeerproduktion ging im Vergleich zur vorjährigen Rekordernte auf 14.600 Tonnen zurück (−14% zu 2022), war damit allerdings trotzdem noch überdurchschnittlich (+10% zum Zehnjahresmittel). Bei Ribiseln, die hauptsächlich aus steirischer Produktion kamen, war die Erntemenge mit 2 100 Tonnen deutlich geringer als 2022 (−39%). Die Heidelbeerernte erzielte 1.900 Tonnen (−6% zu 2022) und die Himbeerproduktion sank heuer auf 610 Tonnen (−12% zu 2022).

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