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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Österreich: Hochsaison für Erdbeeren
Heimische Erdbeeren aus dem Glashaus gibt es in kleinen Mengen das ganze Jahr über. In etwa zwei Wochen erhält man endlich auch die ersten frischen, im Freiland geernteten Erdbeeren. Je nach Region wird der Beginn der Ernte zwischen Ende Mai und Mitte Juni erwartet. In der kurzen, von Mai bis Juli andauernden Erdbeersaison, erfreuen sich die roten Früchte bei Konsument:innen großer Beliebtheit. Insgesamt zählen Erdbeeren zu den Top 5 Obstsorten in Österreich: Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 3,5 Kilogramm pro Jahr.
Beste Voraussetzungen für gute Erdbeersaison
Die süßen Früchte werden mit bester Wasserqualität und mit äußerst sparsamer Beregnungstechnik gezogen. Ein sehr hoher Anteil des Wasserbedarfes kann durch Regen abgedeckt werden. Die Regenfälle der letzten Wochen sorgten für eine gute Wasserverfügbarkeit, die kühle Witterung förderte eine gute Pflanzenversorgung, was für schöne Fruchtgrößen mit gutem Aroma gesorgt hat. In einigen Regionen hat der Frost jedoch vor allem vliesverfrühte Bestände geschädigt. Die darauffolgende und lang andauernde Kälteperiode hat den Vegetationsfortschritt deutlich verzögert und den Saisonstart in einigen Lagen nach hinten verschoben. Nichtsdestotrotz rechnen die Erdbeer-Produzenten heuer mit einer guten, ertragreichen Ernte.
Produktion in Österreich
Die größten Anbauflächen für Erdbeeren befinden sich in Niederösterreich (513 Hektar Erdbeer-Erwerbsanbau), Oberösterreich (320 Hektar) und der Steiermark (180 Hektar). Österreichweit lag die Anbaufläche im Jahr 2022 bei 1.221 Hektar, auf denen 16.930 Tonnen Erdbeeren produziert wurden. Die österreichische Erdbeerproduktion unterliegt mit dem AMA-Gütesiegel strengen Qualitätsstandards und Zertifizierungen. Diese Zertifizierung garantiert hohe Qualität, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit der Produkte. Es gibt derzeit 70 Erdbeer-Produzenten mit AMA-Gütesiegel. Erdbeeren werden in Österreich hauptsächlich im Freiland angebaut. Der Anbau unter Folie ist ebenfalls weit verbreitet, insbesondere in höheren Lagen oder Regionen mit kühlerem Klima. Der Vorteil von Folien: Sie reduzieren das Risiko von Krankheiten, erhöhen den Ertrag und verlängern die Saison.
Marktentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel
Laut RollAMA-Daten wurden im Jahr 2022 im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) Erdbeeren im Wert von 62,4 Mio. Euro verkauft (+5% gegenüber 2021). Die abgesetzte Menge lag bei rund 10.700 Tonnen (-7,9%). Diese Entwicklung umfasst alle im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel erhältlichen Erdbeeren – also auch jene aus dem Ausland. Der Selbstversorgungsgrad von Erdbeeren liegt in Österreich laut jüngsten Auswertungen von Statistik Austria und AMA-Marketing bei 39% (Saison 2021/22).

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