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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Österreich: Greenpeace kritisiert Torf in Blumenerden
Der importierte Rohstoff, der in Österreich etwa als Substrat in der Blumenerde verwendet wird, stammt überwiegend aus Deutschland und dem Baltikum. Beim Sortimentsvergleich in den Märkten schneiden Spar und Interspar unter den Supermärkte am besten ab. Bei den Gartencentern belegt Bellaflora und bei den Baumärkten Bauhaus jeweils den ersten Platz. Zum Schutz des Klimas und vieler Arten, fordert Greenpeace von den Händlern und Märkten, gänzlich auf Torf in ihren Blumenerden zu verzichten.
„Torf in unserer Blumenerde befeuert die Klimakrise und vernichtet den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen. Damit muss Schluss sein. Für das Garteln gibt es auch zahlreiche umweltfreundliche Alternativen zu Torf, etwa Kompost oder Baumrinde”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Moore machen zwar nur 3% der Landoberfläche aus, speichern jedoch weltweit ein Drittel des globalen Kohlenstoffs im Boden. Trotz dieser relevanten Aufgabe, sind global bereits rund 85% aller Feuchtgebiete zerstört. In Österreich sind 90% der ursprünglichen Feuchtgebiete vernichtet. Das trägt auch maßgeblich zur Artenkrise bei: In Österreich sind 39% aller Tierarten vom Aussterben bedroht, so Greenpeace.
Nur 40% der insgesamt geprüften 290 Produkte in Baumärkten, Gartencentern und Supermärkten sind gänzlich frei von Torf. Viele Produkte sind mit Angaben wie “torfarm” und “torfreduziert” auf den Packungen beschriftet. Diese Hinweise sagen allerdings nichts über die tatsächliche Menge an Torf in den Produkten aus. Der Torfanteil kann hier bis zu 70% betragen. Auch sogenannte Bio-Erden sind nicht immer frei von Torf. Für sie gilt nur, dass sie für den biologischen Anbau geeignet sein müssen und keinen Kunstdünger enthalten. Greenpeace empfiehlt daher, zu torffreien Bio-Erden zu greifen und auf Siegel wie das “Österreichische Umweltzeichen” zu achten.
Im Jahr 2020 wurden für den Gartenbau 120.000 Tonnen Torf importiert - etwa rund 45% aus Deutschland und 35% aus dem Baltikum. Greenpeace fordert vom Handel, zum Klimaschutz beizutragen und Verantwortung für das Blumenerde-Sortiment zu übernehmen. “Egal ob Baumarkt, Gartencenter oder Lebensmittelhandel: Der Handel muss einen Beitrag leisten, die Moore und dadurch unsere Umwelt zu schützen. Blumenerde mit Torf darf künftig keinen Platz mehr in den Regalen haben“, sagt Theissing-Matei. (Greenpeace)

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