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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Österreich: Gemüseernte 2019 lag im Fünfjahresdurchschnitt
Die heurige Ernte von Feld- und Gartenbaugemüse erbrachte laut Statistik Austria eine Gesamtmenge von 611.500 Tonnen (t) und lag damit um 1% über dem Fünfjahresdurchschnitt. Im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Vorjahresergebnis wurde trotz des kühlen Mai-Wetters und trockenen Sommers ein Ertragszuwachs von 9% erzielt.
Mehr Zwiebeln durch Flächenplus, hohe Karottenernte
Mit einer Erntemenge von 310.400 t lag die Gruppe der Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten in etwa im Fünfjahresmittel (-1%), aber deutlich über dem Vorjahreswert (+11% zu 2018). Die Zwiebelproduktion, die knapp ein Viertel der gesamten Gemüseproduktion ausmachte, blieb mit 141.600 t aufgrund von Trockenheit und starken Schädlingsbefällen bereits das dritte Jahr in Folge auf niedrigem Niveau. Aufgrund des Flächenzuwachses lag die Ernte zwar um 7% über dem Wert von 2018, jedoch um 13% unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Karotten hingegen verzeichneten ein starkes Ertragsplus und legten mit 108.200 t sowohl gegenüber dem Fünfjahresmittel (+17%) als auch im Vergleich zu 2018 (+15%) deutlich zu. Die Ernte von Sellerie lag mit 11.800 t trotz rückläufiger Anbaufläche um 15% über dem Vorjahresergebnis, das aufgrund krankheitsbedingter Ernteausfälle sehr niedrig gewesen war. Bei Grünerbsen stagnierte der Ertrag wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse im Mai auf Vorjahresniveau und erreichte nur 9.800 t (-6% zum Fünfjahresmittel). Gartenbohnen hingegen konnten mit 7.300 t durch Ertragssteigerung ein deutlich besseres Ergebnis einfahren als 2018 (+14%). Bei Kren ging die Anbaufläche abermals zurück, wodurch die Produktionsmenge auf 3.900 t zurückfiel (-11% zu 2018). Knoblauch erreichte eine Erntemenge von 1.200 t (+8% zu 2018).
Überdurchschnittliche Salatproduktion, Ausfälle bei Kraut
Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse erbrachte nach der stark unterdurchschnittlichen Produktion des Vorjahres mit 140.000 t wieder eine Erntemenge im Bereich des Fünfjahresmittels (+2%). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 16%. Bei Salat, der mehr als ein Drittel dieser Produktgruppe ausmachte, lag die Erntemenge mit 46.800 t (+18% zu 2018) um 6% über dem Fünfjahresdurchschnitt. Auch bei Kraut wurde nach dem Tiefstand 2018 wieder ein deutlich höherer Hektarertrag verzeichnet (+13%), obwohl Ausfälle durch hohen Schädlingsdruck nur ein unterdurchschnittliches Ernteergebnis von 36.300 t zuließen (-15% zum Fünfjahresmittel). Die Chinakohlproduktion entsprach mit 18.400 t bei zufriedenstellendem Hektarertrag dem Vorjahresniveau (±0%). Spinat erzielte mit 14.500 t ein ertragsbedingtes Plus von 12% zum Vorjahr. Auch die Spargelernte war mit 3.300 t trotz der Trockenheit im April überdurchschnittlich (+8% zu 2018).
Fruchtgemüse unverändert, bereits 33 Hektar Melonen
Die Fruchtgemüseernte betrug 161.100 t und blieb damit bei weiterhin steigenden Anbauflächen im Vergleich zum Vorjahr unverändert (±0% zu 2018); im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt wurde ein Plus von 4% verzeichnet. Die Tomatenproduktion stagnierte auf Vorjahresniveau und erreichte eine Gesamtmenge von 58.300 t (+4% zum Fünfjahresmittel). Mehr als 80% davon waren Rispenparadeiser. Die Gurkenernte entsprach ebenfalls nahezu dem Vorjahr und betrug 45.300 t (+1% zu 2018). Mehr als ein Fünftel davon waren Einlegegurken, die hauptsächlich in Oberösterreich kultiviert wurden und nach der Flächenreduktion im Vorjahr wieder deutlich an Boden gewannen, wodurch ein Produktionsplus von 20% auf 10.200 t erreicht wurde. Bei Salatgurken aus geschütztem Anbau hingegen wurde aufgrund der ungünstigen Witterung im Mai mit 34.100 t um 3% weniger geerntet als im Vorjahr.
Auch bei Paprika gab es witterungsbedingte Ertragsverluste, die die Produktion auf unterdurchschnittliche 14.600 t abfallen ließen (-6% zum Fünfjahresmittel, -5% unter Vorjahresniveau). Bereits 97% davon stammten aus Anbau unter Glas und Folie, wovon wiederum drei Viertel bunte Paprika waren. Bei Zuckermais fiel die Erntemenge durch trockenheitsbedingte Ertragsverluste um 4% unter den Vorjahreswert auf 12.800 t. Auch Speisekürbis konnte gegenüber dem ertragsschwachen Vorjahr kaum zulegen und erbrachte eine Produktion von 20.000 t (+1% zu 2018). Zucchini hingegen erzielten bei ähnlich hohem Ertragsniveau wie 2018 eine Ernte von 7.100 t (+1% zu 2018). Melonen, deren Anbaufläche sich in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt hat und mittlerweile 33 Hektar umfasst, verzeichneten ebenfalls hohe Ertragswerte und erreichten dadurch eine Erntemenge von 1.400 t (+39% zu 2018). (STATISTIK AUSTRIA)

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