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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Österreich: Charta zur Erhaltung der heimischen Obstvielfalt
Eine gemeinsame Charta zur Erhaltung der heimischen Obstvielfalt – eine solche Erklärung haben 16 Obstsammlungen aus ganz Österreich unterzeichnet. Das gemeinsame Ziel: Bis zum Jahr 2035 sind alle österreichischen Obstsorten vor dem Aussterben bewahrt. Der Strukturwandel in Landwirtschaft und Gesellschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem dramatischen Verschwinden von Obstbäumen und -sorten geführt. Die Folge: ein schwerer Verlust biologischer Vielfalt. Nach aktuellen Untersuchungen ist fast die Hälfte der nachgewiesenen Apfel-Sorten akut existenzbedroht!
In den letzten drei Jahren haben österreichische Obstsammlungen mit genetischen und obstkundlichen (pomologischen) Analysen im Projekt „Obst-Monitoring" 1.487 Apfelsorten in Österreich nachgewiesen. 685 davon existieren allerdings nur noch in einer einzigen Sammlung. Damit ist fast die Hälfte aller nachgewiesenen Apfel-Sorten akut existenzbedroht!
Öffentliche und private „Sammlungen obst-genetischer Ressourcen" sammeln, beschreiben und bewahren die Obstvielfalt in Österreich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Biodiversität und zur regionalen Identität. „Österreich blickt auf eine jahrhundertelange Obstkultur zurück. Besonders in Streuobstbeständen ist die Sortenvielfalt sehr hoch und regional unterschiedlich", so die Vertreter:innen der Sammlungen.
Vision 2035
- In Österreich sind alle Obstsorten vor dem Aussterben bewahrt.
- Jede Sorte ist an mehreren Orten in den Obstgärten der heimischen Obstsammlungen in Form von Bäumen abgesichert.
- Alle Sorten sind genetisch analysiert, pomologisch beschrieben und vollständig dokumentiert.
- Reiserschnittgärten stehen zur Verfügung, um für Baumschulen und Privatpersonen jederzeit ausreichend Vermehrungsmaterial bereitzustellen.
Gemeinsam organisieren die Sammlungen die fachkundige Charakterisierung aller Sorten, sie sichern den Erhalt dieses gemeinsamen Erbes, und sie pflanzen mehrere Bäume jeder Sorte an verschiedenen Standorten. Gleichzeitig bündeln die österreichischen Obstsammlungen ihr Wissen und stellen es der Öffentlichkeit, der Politik und der Fachwelt zur Verfügung. Darüber hinaus setzen sie sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für die Erhaltung der Obstvielfalt zu verbessern, sowohl allgemein als auch für jede einzelne Sammlung. „Die Erhaltung jeder Obstsorte verlangt mindestens vier Bäume, die gepflanzt und gepflegt werden müssen. Der personelle und finanzielle Aufwand ist enorm. Von Seiten der Politik braucht es rasch eine stärkere und langfristige Unterstützung für diese Leistungen", so die österreichischen Obst-Expert:innen bei der Unterzeichnung der Charta.

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