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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Obst vom Bodensee: Erwartet Apfelernte mit Spitzenqualität
Die beiden Erzeugerorganisationen Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG und Württembergische Obstgenossenschaft Raiffeisen eG prognostizieren derzeit ein Minus von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht einer voraussichtlichen Erntemenge von 227.000 Tonnen Äpfeln (2024: 251.200 Tonnen).
Bodensee bleibt stabile Säule der deutschen Apfelversorgung
Als zweitgrößtes Obstanbaugebiet Deutschlands hat die Region auch 2025 eine herausragende Stellung für die heimische Erzeugung. Während andere Anbauregionen im vergangenen Jahr witterungsbedingt deutliche Ausfälle verzeichneten, insbesondere durch Spätfröste, konnte der Bodenseeraum 2024 eine überdurchschnittliche Ernte einfahren und stellte rund 45% der gesamten deutschen Apfelproduktion.
Auch in diesem Jahr hat das regionale Klima dafür gesorgt, dass sich die Äpfel gut entwickeln konnten. Die Qualitäten liegen auf hohem Niveau, die Früchte sind aromatisch und in ihrer Beschaffenheit hervorragend als Tafelware geeignet. Bereits seit Anfang August hat die Ernte der ersten Frühäpfel begonnen – darunter auch Sorten wie Delbarestivale und SweeTango®, die den Auftakt zu einer geschmacklich vielversprechenden Saison bilden. Anlässlich der offiziellen Eröffnung der Apfelsaison am 28. August 2025 in Markdorf werden weitere Details zur Ernte und zur Marktentwicklung im festlichen Rahmen vorgestellt.
Versorgungssicherheit durch heimische Produktion
In Deutschland liegt der Selbstversorgungsgrad bei Äpfeln derzeit bei rund 57%. Das bedeutet: Mehr als 40% der hierzulande konsumierten Äpfel stammen aus dem Ausland. Damit wird deutlich, wie wichtig der heimische Obstbau für eine nachhaltige, unabhängige und krisenfeste Lebensmittelversorgung ist.
„Die aktuelle Prognose unterstreicht erneut die strategische Bedeutung des Apfelanbaus am Bodensee“, erklärt Jürgen Nüssle, Geschäftsführer der Württembergischen Obstgenossenschaft Raiffeisen eG. „Unsere familiengeführten Erzeugerbetriebe stehen für Qualität, Regionalität und Verantwortung – auch in Zeiten klimatischer und wirtschaftlicher Herausforderungen.“
Zukunft braucht faire Rahmenbedingungen
Um die regionale Obstproduktion langfristig zu sichern, brauchen die Betriebe wirtschaftlich tragfähige Strukturen. Steigende Lohn- und Betriebskosten sowie hohe Investitionen in moderne Technik stellen den heimischen Anbau zunehmend vor Herausforderungen.
„Unsere Produkte entstehen mit viel Handarbeit, Sorgfalt und Leidenschaft. Damit der Apfel vom Bodensee auch in Zukunft als Premiumprodukt im Regal seinen Platz hat, braucht es stabile Rahmenbedingungen, faire Preise und klare politische Signale für den Erhalt der heimischen Obstwirtschaft“, so die Forderung aus der Branche.

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