Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

NRW: Mehr Bohnen und Erbsen

Der Anbau von Körnerleguminosen wie Ackerbohne und Körnererbse wird bei Landwirten in Nordrhein-Westfalen immer beliebter, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit.

Mehr Bohnen und Erbsen auf Äckern in Nordrhein-Westfalen. Bild: GABOT.

Der Anbau von Körnerleguminosen wie Ackerbohne und Körnererbse wird bei Landwirten in Nordrhein-Westfalen immer beliebter, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit. Seit 2014 ist die Anbaufläche von Körnererbsen von 1.200 Hektar auf 4.200 Hektar in 2019 angestiegen. Ackerbohnen legten im gleichen Zeitraum sogar von 1.900 auf 10.000 Hektar zu.

Leguminosen sind Hülsenfrüchte. Zusammen mit Knöllchenbakterien, die an den Wurzeln der Pflanze leben, gehen sie eine Symbiose ein. Die Bakterien nehmen Stickstoff aus der Luft auf und versorgen die Pflanze damit. Eine zusätzliche Stickstoff-Düngung ist nicht nötig. Im Gegenzug erhalten die Bakterien von den Pflanzen Kohlenhydrate. Leguminosen haben einen hohen Eiweißgehalt und eignen sich daher besonders gut als Futter für Rinder, Schweine und Geflügel.

Ein Grund für die zunehmende Beliebtheit von Bohne und Erbse ist der Wunsch der Verbraucher und des Handels nach GVO-freier Fütterung, also der Fütterung ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen. Viele Import-Eiweißfuttermittel können diese Anforderung nicht erfüllen. Der heimische Leguminosen-Anbau kann importierte Futtermittel ersetzen.

Ein weiterer Grund für den zunehmenden Anbau von Leguminosen ist das Förderprogramm Vielfältige Kulturen des Landes Nordrhein-Westfalen. Dabei verpflichten sich Landwirte, pro Jahr mindestens fünf unterschiedliche Kulturen auf ihren Ackerflächen anzubauen. Auf mindestens 10% der Flächen müssen dann Leguminosen stehen. An diesem Programm werden 2020 etwa 2.000 Betriebe in NRW teilnehmen. (LWK NRW)

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