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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Norddeutscher Gemüsebautag: Wintergemüse aus heimischem Anbau
Feldsalat, Rosenkohl, Grünkohl und Porree werden im Moment trotz Kälte und Nässe noch auf heimischen Feldern geerntet, ein großer Teil des frischen Gemüses wird jedoch aus dem Ausland importiert. Obwohl Tomaten das beliebteste Gemüse in Deutschland sind, stammen nur etwa 13% der Frischware aus deutschem Anbau, zitiert der Landvolk-Pressedienst das Statistische Bundesamt. Die mit Abstand wichtigsten Lieferländer sind demnach Spanien und die Niederlande. Bei Gurken ist das besonders auffällig: 83% der Importe stammen aus diesen beiden Ländern.
„Ab Anfang März gibt es auch wieder Gurken aus Niedersachsen“, sagt Thomas Albers, der in Papenburg Gemüse anbaut. In der kommenden Woche will er in seinen Gewächshäusern die ersten Gurkenpflanzen des Jahres in die Erde setzen. „Weil der Anbau im Gewächshaus energieaufwändig ist, würden wir gerne auf erneuerbare Energien umstellen. Das ist allerdings schwierig“, erläutert der Vorsitzende des Fachbereichs Gemüsebau im Präsidium des Wirtschaftsverbands Gartenbau Norddeutschland. Es gebe zu wenig Windkraft- und Photovoltaikanlagen in der Nähe und gut funktionierende Biomethan-Blockheizkraftwerke stünden vor dem Aus, weil sie unwirtschaftlich arbeiteten. „Das ist ein Trauerspiel“, verdeutlicht Albers. Stattdessen würden die Landwirte mit zusätzlicher Bürokratie, wie dem Energie- und Umweltmanagementsystem, gegängelt. „Jeder versucht doch schon aus Kostengründen, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen“, sagt er kopfschüttelnd.
Um die Anforderungen an den deutschen Gemüsebau geht es auch beim Norddeutschen Gemüsebautag am 30. Januar, zu dem die Fachgruppe Gemüsebau des Wirtschaftsverbands Gartenbau Norddeutschland nach Visselhövede einlädt. Ab 10 Uhr referieren am Vormittag Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau, zum Thema „Realität trifft auf Realitätsverweigerung? Herausforderungen für den deutschen Gemüsebau“ und der Politikwissenschaftler und Wahlforscher Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zum Thema „Veränderungszuversicht: Regieren und Wählen im Ampelland – eine Analyse zum Parteienwettbewerb und zum Wahljahr 2024“. Im zweiten Teil heißt es „Herausforderungen und Lösungen im Freilandgemüse“. Klemens Kalverkamp und Benedikt Pohl, Geschäftsführer Nexat, werden dieses Thema beleuchten. Nach einer Pause schließt Josef Stangl, Horsch Maschinen, mit seinem Vortrag „Moderne Lösungen in der Pflanzenschutztechnik – Was ist 2024 möglich?“ das Programm ab. Der Norddeutsche Gemüsebautag findet am Dienstag, 30. Januar 2024, um 10 Uhr im Tagungshotel Pescheks, Worthstraße 9, in Visselhövede statt. (LPD 06/2024)

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