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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NL: Prävention gegen ToCV
Der niederländische Gartenbau ist auf das Risiko des Tomaten-Chorosevirus (ToCV) aufmerksam geworden. Das Virus wurde bisher bei elf niederländischen Tomatenproduzenten gefunden. Eine Umfrage bei anderen Produktionsfirmen, neben Tomaten auch Produzenten von Paprika und Auberginen, wird durchgeführt. Den Züchtern wird geraten, zusätzliche Maßnahmen gegen die Weiße Fliege, inbesondere die Tabakmottenschildlaus, zu treffen. Das Überwachungs- und Beraterteam des Komitees TuinbouwAlert empfiehlt auch bei Petunien vorsichtig zu sein, da diese Kultur ebenfalls mit dem Virus kontaminiert werden kann.
Erstmalige Kontamination
Ende November 2017 wurde das ToCV bei drei Tomatenzüchtern entdeckt. Der Ursprung der ToCV-Infektionen ist unbekannt. Inzwischen wurde das Virus in elf Tomatengewächshäusern gefunden. Es ist der erste ToCV-Ausbruch in den Niederlanden und in Nordeuropa, in südlichen EU-Ländern ist es allerdings eine recht häufig vorkommende Krankheit. In den Niederlanden wird nun alles versucht, um das Virus zu eliminieren. "Jetzt ist es an der Zeit, daran zu arbeiten, jetzt haben wir noch die Chance", lautet die Vision der NVWA, der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Das Virus ist in der EU-Richtlinie 2000/29/EG nicht ausdrücklich als Schadorganismus aufgeführt, es handelt sich jedoch um einen Erreger, der von Bemisia tabaci übertragen werden kann und als solcher im Anhang IAI der Richtlinie 2000/29/EG des Rates aufgeführt ist. ToCV ist in mehreren EU-Mitgliedsstaaten etabliert, von denen nicht bekannt ist, dass es behördlichen Maßnahmen unterliegt. Einmal infiziert, wird es keinen totalen Ernteausfall geben, jedoch wird die Produktion zurückgehen und die Ernte kann anfälliger für andere Viren sein.
Kontrolle der weißen Fliege
Das Tomaten-Chorosevirus wird von den ausgewachsenen Exemplaren der Weißen Fliege Trialeurodes vaporariorum und Bemisia tabaci (Tabak-Weiße-Fliege) übertragen. Das Virus ist nicht auf Saatgut übertragbar. Die Symptome, eine gelbe Verfärbung zwischen den Venen, sind bereits vier Wochen nach der Infektion sichtbar und können leicht mit Mangelerscheinungen von Magnesium verwechselt werden.
Die Weiße Fliege kann das Virus innerhalb einer Stunde, z.B. während der Nahrungsaufnahme übertragen. Die Infektion fällt jedoch umso stärker aus, je länger die Weiße Fliege sich an der Pflanze aufhält. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist die Kontrolle der Weißen Fliege sehr wichtig. Laut dem Team von TuinbouwAlert muss der Überwachung, den Maßnahmen und der biologischen Bekämpfung der Weißen Fliege volle Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es wird empfohlen, dass alle anbauenden Unternehmen den Bevölkerungsdruck der Weißen Fliege so gering wie möglich halten.

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