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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NL: Dachfarm insolvent
Die niederländische Dachfarm UrbanFarmers De Schilde, die beim Bau als die größte ihrer Art in Europa galt, ist in Konkurs gegangen. Der Betrieb, der auf einem leeren Bürogebäude aus den 50er Jahren errichtet wurde, konnte nicht mit dem nahe gelegenen Westland konkurrieren.
Das 2016 fertiggestellte Gewächshaus hat eine Fläche von 1.200 m² und ist komplett mit Doppelverglasung ausgestattet. Der Anbau von Salat, Tomaten und Kleingewächsen in diesem Gewächshaus wird mit der Fischzucht kombiniert. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit zwischen der UrbanFarmers AG, einem privaten Investor und dem Stimuleringsfonds Volkshuisvesting (SVn) realisiert.
Damals stieß der Plan auf große Skepsis: Die Erträge des Projekts würden mit den nur wenige Kilometer entfernten Gewächshäusern in Westland keinesfalls mithalten können.
Das Gewächshausprojekt
Die Dachfarm war ein kostspieliges Bauprojekt: Das Gewächshaus wurde vollständig mit Isolierverglasung gebaut und auch die innere Scheibe besteht aus geschichtetem Glas. Um dem Wind standhalten zu können, wurde ein Fensterrahmen entwickelt, in dem das Glas mit Schrauben verankert ist. Um den Druck auf die Konstruktion zu verteilen, wurden unterschiedlich große Glasplatten verwendet. Das Gewächshaus selbst ist in einen Teil für die Besucher und ein Teil für den Anbau gegliedert.
Jetzt hat sich gezeigt, dass die Kritiker Recht behalten, denn das eindrucksvolle Projekt wurde für bankrott erklärt. Der Webshop zeigt sich ohne Lagerbestände und das Telefon des Unternehmens wird nicht beantwortet. Die genaue Ursache der Zahlungsunfähigkeit ist noch nicht geklärt, in der Branche ist jedoch bekannt, dass das Unternehmen mit den Ernteerträgen und dem Erzielen des notwendigen Preises für das Produkt gerungen hat.

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