Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Nitrat: Neuregelung der Höchstgehalte in Sicht

Die seit längerem angekündigte Neuregelung der Nitrathöchstgehalte für Salate und Spinat nimmt Form an. Ein erster Änderungsentwurf der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 liegt nun vor.

Die seit längerem angekündigte Neuregelung der Nitrathöchstgehalte für Salate und Spinat nimmt Form an. Ein erster Änderungsentwurf der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 liegt nun vor.

Die vorgesehenen Änderungen der zulässigen Höchstgehalte für Nitrat bei Spinat, Salat und – neu aufgenommen – für Rucola sehen folgendes vor: Für frischen Spinat liegt der Höchstgehalt saison- und anbauunabhängig bei 3.500 mg/kg (vorher Winter 3.000, Sommer 2.500).

Bei frischem Salat aus dem Freiland liegt der Höchstgehalt im Sommer bei 3.000 mg/kg (vorher 2.500) und bei Unterglas bei 4.000 mg/kg (vorher 3.500) sowie im Winter für unter Glas bei 5.000 mg/kg (vorher 4.500). Der Wert im Winter im Freiland ist bei 4.000 mg/kg gleich geblieben. Für Rucola wird ein Nitrathöchstgehalt von 5.000 (Sommer) bis 6.000 (Winter) mg/kg diskutiert. Hierzu hat die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) jedoch noch Prüfungsbedarf angemeldet.

Mit der Überarbeitung will die EU -Kommission die Höchstgehalte an die Gegebenheiten der guten landwirtschaftlichen Praxis anpassen, so dass künftig keine klimatisch bedingten Ausnahmegenehmigungen mehr eingeräumt werden müssen. Die EFSA hat die Nitratwerte überprüft und schätzt die möglichen negativen Einflüsse auf die Gesundheit geringer ein als die Vorteile, die der Verzehr von nitrathaltigem Gemüse bringt. Einzig für die Gehalte in Rucola steht eine endgültige Bewertung durch die EFSA noch aus. Im Frühjahr soll der Entwurf in einer weiteren Sitzung des Verwaltungsausschusses „Agrarkontaminanten“ verabschiedet und an die EU -Kommission zum Beschluss gegeben werden. Die Verordnung soll dann zum 1. Juli 2011 ohne Übergangsfrist in Kraft treten. (QS)

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