Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Niedrigste Erdbeerernte seit 24 Jahren erwartet

Die Erntemenge von Spargel ist um -5% gegenüber dem Vorjahr rückläufig, während bei der Erdbeerernte mit einem Tiefststand wie vor 24 Jahren gerechnet wird.

Das Statistische Bundesamt erwartet niedrige Spargel- und Erdbeerernten. Bild: GABOT.

Die Erntemenge der im Sommer frisch geernteten Erdbeeren wird in diesem Jahr voraussichtlich so gering ausfallen wie seit 24 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer vorläufigen Schätzung mitteilt, liegt die zu erwartende Erntemenge von Erdbeeren im Freiland im Jahr 2022 deutschlandweit bei rund 91.300 Tonnen. Das ist die niedrigste Erntemenge seit 1998, als 81.500 Tonnen Erdbeeren geerntet wurden. Damit liegt die diesjährige Erntemenge voraussichtlich 5% unter der - gegenüber den vorangegangenen Jahren - schon sehr geringen Erdbeerernte 2021 von rund 96.000 Tonnen. In den Jahren 2016 bis 2021 hatte die durchschnittliche Erntemenge 115.600 Tonnen betragen. Eine Ursache für diese Entwicklung ist die Reduzierung der Anbauflächen für Erdbeeren im Freiland auf bundesweit rund 9.700 Hektar. Dies ist der niedrigste Wert seit der Jahrtausendwende. Gegenüber 2021 ist das ein Flächenrückgang von 9%. Ein weiterer Grund ist möglicherweise die sinkende Nachfrage nach Erdbeeren aus heimischer Erzeugung.

Regional wird die größte Erntemenge von Erdbeeren im Freiland mit 25.200 Tonnen in Niedersachsen erwartet, vor Nordrhein-Westfalen mit 18.100 Tonnen und Baden-Württemberg mit 16.700 Tonnen.

Die Spargelernte wird in diesem Jahr auf 113.100 Tonnen geschätzt und im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 6 Jahre voraussichtlich knapp 10% geringer ausfallen. Gegenüber dem Vorjahr werden 5% weniger Spargel erwartet. Die ertragsfähige Anbaufläche von Spargel im Freiland ist nach der ersten Schätzung gegenüber dem Jahr 2021 um knapp 4% auf 21.400 Hektar zurückgegangen. Neben der Reduzierung der Anbauflächen ist auch beim Spargel möglicherweise die sinkende Nachfrage ursächlich für den Rückgang der erwarteten Erntemenge.

Mit 26.100 Tonnen wurde der meiste Spargel in Niedersachsen gestochen, gefolgt von Bayern mit 21.100 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 19.300 Tonnen.

Methodische Hinweise:

Die vorläufigen Ergebnisse über Anbauflächen sowie Erntemengen von Erdbeeren im Freiland und Spargel sind erste Schätzungen aus der repräsentativen Vorerhebung im Juni 2022 und liefern daher Aussagen zu allgemeinen Tendenzen für das Erntejahr 2022. Endgültige Ergebnisse werden nach Abschluss der im Winter durchgeführten Gemüseerhebung veröffentlicht.

Detaillierte Daten können über die Tabelle „Vorläufige Schätzung der Ernteflächen und -mengen im Freiland von Spargel und Erdbeeren 2022“ abgerufen werden. Zeitreihen bis zum Jahr 2021 können über die Tabellen 41215-001 und 41215-002 in der Datenbank GENESIS-online abgerufen werden. (Destatis)

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