Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Niedersachsen: Wenzel gegen Verlängerung der Glyphosat-Zulassung

Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat die Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bezüglich des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat kritisiert.

Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat die Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bezüglich des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat kritisiert. Wenzel bezeichnete es als "unverantwortlich", dass die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO hinsicht­lich einer möglichen Krebsgefährdung offensichtlich von der EFSA ignoriert worden sind.

Zudem habe die EFSA auf Vorschlag des deutschen Bundesamtes für Risikobewertung (BfR), den Grenzwert für die tolerierbare Menge von Glyphosat bei der Nahrungsaufnahme von 0,3 mg/(kg und Tag) auf 0,5 mg erhöht. Dieses Vorgehen sei angesichts des Gefahren­potentials von Glyphosat „in keiner Weise akzeptabel". Minister Wenzel selbst hatte im Mai im Rahmen der öffentlichen Internetkonsultation der EFSA zu Glyphosat aus Vorsorge­gründen eine Absenkung des Wertes auf 0,1 mg vorgeschlagen.

Der Umweltminister erinnerte an den Niedersächsischen Glyphosat-Workshop vor wenigen Wochen in Hannover, wo neben dem Krebsverdacht auch Hinweise auf fruchtschädigende Wirkungen und Auslösefaktoren für chronischen Botulismus durch Glyphosat bekannt wurden. Angesichts dieser Verdachtsmomente sei die „verharmlosende Position" des BfR und der EFSA nicht nachvollziehbar.

Wenzel forderte die EU-Kommission auf, im Interesse von Mensch und Umwelt diesem Votum ihrer Fachbehörde nicht zu folgen und sich gegen eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat auszusprechen. Der Minister forderte zudem die Offenlegung der Stellung­nahmen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BFR) und der EFSA.

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