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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Verbraucher wissen heimische Kartoffeln zu schätzen
„Die Discounter bieten mittlerweile fast ganzjährig deutsche Kartoffeln an“, freut sich Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies über den umgesetzten Verbraucherwillen. Auch in der Direktvermarktung sei der Absatz im Moment 10 bis 20% höher als in den Vorjahren. Im Sommer sei die Steigerung sogar noch deutlicher spürbar gewesen, meint Hennies, der seine Kartoffeln ebenfalls im Hofladen verkauft. „Die Menschen kaufen gerne Lebensmittel aus ihrer Nachbarschaft“, blickt er optimistisch auf diese kontinuierliche Entwicklung, die durch Corona verstärkt wurde und eine Entlohnung der harten Handarbeit während der Kartoffelernte erst ermöglicht.
Im Angebot haben die Landwirte aus Niedersachsen dieses Jahr beste Qualitäten in ausreichender Anzahl. „Die Ernte fällt etwas besser aus als normal“, schätzt Hennies. Je nachdem wie gut die Wasserversorgung an den einzelnen Standorten war, holen die Bauern zwar sehr unterschiedliche Mengen der leckeren Knollen aus dem Boden, insgesamt gäbe es jedoch genug Kartoffeln in sehr guter Qualität. Das trockene Erntewetter sorgt derzeit für gute Rodebedingungen und erleichtern den Landwirten, die direkt auf dem Kartoffelroder Steine, Erde und grüne oder beschädigte Feldfrüchte aussortieren und nur einwandfreie Kartoffeln durchlassen, die Arbeit. Lediglich die Hitzewelle im August könnte sich eventuell negativ auf die langfristige Lagerfähigkeit auswirken. Viele Landwirte lagern ihre Kartoffeln deshalb in klimatisierten Lagerhallen in Kisten, um dem Verbraucher das ganze Jahr über Erdäpfel in erstklassiger Qualität anbieten zu können.
Insgesamt wachsen nach Angaben des Landesamtes für Statistik dieses Jahr in Niedersachsen auf 123.349 Hektar Kartoffeln der unterschiedlichsten Sorten. Damit ist Niedersachsen mit 45% der deutschen Anbaufläche das Kartoffelland Nummer 1, gefolgt von Bayern mit 15% . Von weltweit 5.000 Kartoffelsorten sind in Deutschland etwa 250 Sorten für den Anbau zugelassen. Neben den festkochenden Sorten, die sich wunderbar als Salzkartoffeln oder für den Kartoffelsalat zum Grillen eignen, gibt es auch Sorten für Kartoffelbrei oder Suppe und spezielle Sorten für die Herstellung von Chips oder Pommes. Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Pommes allerdings dieses Jahr stark zurückgegangen. Die gestiegene Nachfrage nach den tiefgefrorenen Stäbchen in den Supermärkten konnte den Absatzrückgang aus dem Hotel-, Restaurant- und Catering-Sektor bislang kaum ausgleichen. (LPD)

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