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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Spargel braucht Wärme und Sonne
Sonnige Temperaturen zum Ende des Monats März und Bodenheizungen, die aus Biogasanlagen gespeist werden, haben den zeitigen Auftakt der Spargelsaison in Niedersachsen ermöglicht. Allerdings wurden bisher nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes nur geringe Mengen für die regionale Vermarktung gestochen. Mit den jetzt steigenden Temperaturen läuft die Ernte landesweit richtig an. „Wir sind verhalten optimistisch und wünschen uns wie alle Bauern einen vernünftigen Wetterlauf, nicht zu warm, aber sonnig. Dann können Verbraucherinnen und Verbraucher unseren erstklassigen niedersächsischen Spargel genießen“, sagt Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen.
Die offizielle Eröffnung der Spargelsaison fand bereits auf dem Hof Thiermann in Kirchdorf statt. Ende März konnte in begrenzten Mengen schon der erste Spargel gestochen werden, doch folgte dann kühle Witterung, zum Teil mit Nachtfrösten, die das Wachstum des wärmeliebenden Gemüses bremste. Eine Vorhersage für diese Saison mag Fred Eickhorst daher nicht geben, auch sei das vergangene Jahr zu extrem gewesen. Die Erntemenge sank aufgrund der Trockenheit im Vergleich zu 2017 um 8,3% auf 27.500 Tonnen. Die Ernte bleibe stark vom Wetter abhängig. Die Spargelbauern bleiben trotzdem verhalten optimistisch, denn Produkte aus der Region sind gefragt. „Unser niedersächsischer Spargel ist ein Qualitätsprodukt, das man nicht nur klassisch zubereiten kann, sondern das mit kreativen Rezepten auch in der modernen Küche bestens ankommt, zum Beispiel gegrillt“, freut sich Eickhorst. Mit vielen neuen Variationen bei der Zubereitung erfreue das Gemüse ebenso wie in klassischen Gerichten.
Sonnige und frühlingshafte, warme Temperaturen sollen nun den Spargel sprießen lassen. Auf 5.700 Hektar (ha) wird in Niedersachsen die „Königin des Gemüses“ geerntet und kann bereits zum Osterfest serviert werden. Der Witterungsverlauf wird Angebotsmenge und Preis bestimmen. Verbrauchern sollte bewusst sein, dass die Spargelernte weiterhin größtenteils Handarbeit ist. Erntehelfer für diese körperlich anstrengende Arbeit zu bekommen, werde immer schwieriger. Die meisten Spargelbauer wissen „ihre“ Saisonkräften zu schätzen und bieten diesen zusätzliche Service- und Dienstleistungen an, damit die Erntehelfer sich für die nächste Saison wieder für ihren Betrieb entscheiden. (LPD)

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