Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Niedersachsen: Kartoffelernte geht in die zweite Runde

Bei den Kartoffeln war in diesem Jahr das Wasser der entscheidende Faktor. Egal ob späte oder frühe Sorten, ohne Beregnung wäre eine zufriedenstellende Speisekartoffelernte in Niedersachsen nicht möglich gewesen.

Bei den Kartoffeln war in diesem Jahr das Wasser der entscheidende Faktor. Egal ob späte oder frühe Sorten, ohne Beregnung wäre eine zufriedenstellende Speisekartoffelernte in Niedersachsen nicht möglich gewesen. Neun Wochen ohne Niederschläge seien selbst für die Region zwischen Hannover und der Lüneburger Heide außergewöhnlich, meint der Vorsitzende der Frühkartoffelerzeugergemeinschaft Niedersachsen, Henning Meyer. „In dieser Region werden alle Kartoffelflächen beregnet, deshalb waren die Erträge bei den Frühkartoffeln auch gut“, erläutert Meyer gegenüber dem Landvolk-Pressedienst. Aber die andauernde Beregnung ist teuer und arbeitsaufwändig.

Der Abverkauf hätte nach Ansicht des Landwirts aus Lehrte bei Hannover etwas besser sein können, insgesamt ist Meyer aber mit der Frühkartoffelsaison 2015 zufrieden. Ein stabiles Preisniveau und gute Erträge stimmen auch Thorsten Riggert zufrieden: „Die Erträge waren etwas niedriger als im Vorjahr, aber immer noch gut“, sagt der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbands Nordostniedersachsen. Die Landwirte werben für ihre Produkte: „Frühkartoffeln aus Niedersachsen sind noch ausreichend auf dem Markt, zu einem guten Preis und in hervorragender Qualität!“

Riggert, Meyer und ihre Berufskollegen blicken nun voller Erwartung auf die Ernte der späten Kartoffeln. „Die beregneten Bestände entwickeln sich gut. Der kühle und trockene Frühsommer macht sich aber bemerkbar“, sagt Riggert. Die Pflanzen haben einen geringen Knollenansatz und bilden deshalb weniger Kartoffeln aus. Diese werden dann dicker als üblich und lassen sich schwieriger vermarkten. „Wir müssen möglichst viele Knollen mit 35 bis 55 Millimeter Durchmesser erzeugen. Uniforme Größen lassen sich am besten verkaufen“, erklärt Riggert. Die ersten späten Kartoffeln werden ab Mitte August gerodet. Diese sind aber erstmal nur für den Direktverbrauch bestimmt. Schalenfeste und verpackte Ware in größeren Partien wird es ab September in den Supermärkten geben. Mit Blick in den Himmel spricht Riggert den Wunsch aller Landwirte in Niedersachsen aus: „Keine große Hitze mehr, sie schadet allen Kulturen!“ Riggert hofft auf stabiles und gemäßigtes Erntewetter. (LPD)

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