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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Kartoffelbauern sparen Pflanzenschutzmittel ein
Wenn die Blattlaus zusticht, gelangen oft auch Kartoffelviren in die Pflanze. Sind die Erreger in der Knolle der Kartoffel gelandet, sind die Qualitäts- und Ertragsverluste so groß, dass die Erdäpfel nicht mehr als Vermehrungskartoffeln genutzt werden können, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.
Durch den Wegfall vieler Pflanzenschutzmittel haben sich die Kartoffelbauern nun auf ein althergebrachtes Mittel besonnen. „Wir haben mit Paraffinöl, dass auch im Ökolandbau zugelassen ist, sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Ulf Hofferbert, verantwortlicher Anbauberater beim Zuchtunternehmen Europlant. Er ist von den hohen Wirkungsgraden von bis zu 80% begeistert. Und das, obwohl das Öl pur ausgebracht wird und keine schädliche Wirkung gegen die Blattläuse oder andere Insekten und Nützlinge hat.
„Die Blattläuse fliegen die Kartoffeln trotzdem an und stechen in die Blätter, für das gefährliche Y-Virus versperrt das Öl jedoch den Weg“, erläutert Hofferbert, der sich intensiv mit der Wirkungsweise befasst hat. Das Öl bilde einen Film auf den Blättern, werde von der Pflanze jedoch nicht aufgenommen. Nach der Ernte bauten Pilze und Bakterien im Boden die geringen Mengen an Paraffinöl organisch wieder ab.
Um einzuschätzen, wann und in welchem Umfang die verschiedenen Blattläuse aktiv sind, informieren amtliche Blattlaus-Warndienste per Newsletter die Kartoffelbauern. Denn auch der Einsatz von Öl erfolgt nach genauen Vorgaben und erst nach überschreiten der Schadschwelle. „Die Pflanzen werden durch den Belag auf den Blättern etwas schwerer, es besteht die Gefahr von Sonnenbrand und die Photosyntheseleistung nimmt etwas ab“, erläutert Hofferbert die Nachteile, die etwa 5 bis 10% Ertragsverluste ausmachen. Die Vorteile überwiegen seiner Meinung nach jedoch deutlich. (LPD)

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