- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Niedersachsen: Hofläden profitieren kaum...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Hofläden profitieren kaum vom Trend zu Regionalität
Regionale Produkte liegen nach allgemeiner Einschätzung im Trend, landwirtschaftliche Direktvermarkter bekommen von diesen Trend aber kaum etwas zu spüren. Diese Aussage lässt sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes aus einer Markt-Studie der Bonner Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) ziehen. Sie hat die Direktvermarktung für die Jahre 2012 bis 2015 analysiert und festgestellt, dass die Zahl der Haushalte, die landwirtschaftliche Produkte direkt beim Erzeuger einkaufen, seit 2012 zurückgegangen ist. 2012 zählte die AMI noch 10,1 Mio. Haushalte bundesweit, die in Hofläden einkauften, bis 2015 hat sich diese Zahl auf 9,3 Mio. Haushalte reduziert. Das Umsatzvolumen blieb relativ stabil bei 1,3 Mrd. Euro, nur in 2013 gab es einen leichten Zuwachs auf 1,5 Mrd. Euro. In nahezu demselben Volumen bewegen sich die Ausgaben auf Wochenmärkten, wo regionale landwirtschaftliche Erzeuger ebenfalls häufig mit einem Stand vertreten sind oder Händler beliefern.
Den Grund für die rückläufige Kundenzahl in Hofländen sieht die AMI in der Sortimentserweiterung des Lebensmitteleinzelhandels. Er hat den Kundenwunsch nach regionalen Produkten aufgegriffen und umgesetzt und macht seinen regionalen Zulieferern damit einen Teil ihres eigenen Umsatzes streitig. In erster Linie nutzen so genannte sporadische Kunden die Angebote des Handels und verzichten auf den zusätzlichen Einkauf im Hofladen. Stammkäufer in Hofläden, die dort mehr als zwölfmal im Jahr einkaufen, ließen sich von den Supermärkten nicht so stark abwerben und bleiben den landwirtschaftlichen Erzeugern stärker verbunden. Zu den wichtigsten Produktgruppen direkt ab Hof zählen Obst, Gemüse, Kartoffeln und Eier, damit generierten die Hofläden fast zwei Drittel des Umsatzes in der Warengruppe der Frischwaren. (LPD)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.