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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Herbst macht Appetit auf Grünkohl
„Wenn es richtig herbstlich wird, dann haben die Menschen auch wieder Lust auf deftiges Essen und vor allem auf Grünkohl. Deshalb beginnt jetzt auch die Ernte. Die dauert bis zum Februar“, sagt Erich Klug. Mit leichten Schwankungen wird der beliebte Kohl in Niedersachsen auf etwa 450 Hektar angebaut, schreibt der Landvolk Pressedienst. „In diesem Jahr mussten die Pflanzen gehegt und gepflegt werden, da der Sommer sehr trocken war“, sagt der Gemüsebauberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Dafür sehen sie jetzt sehr gut aus und sind bereit für die Ernte. Dabei werden die Pflanzen mit der Maschine oder per Hand komplett abgeschnitten. Auf dem Betrieb erfolgt das sogenannte strippeln, dabei werden die Blattspreiten von den Strünken getrennt. In Tüten verpackt ist der Grünkohl verkaufsfertig und kommt so schnell wie möglich in den Handel.
Grünkohl sollte so frisch wie möglich sein. „Das erkennen die Kunden an der einheitlichen grünen Ausfärbung, Partien mit Verfärbungen oder vertrocknete Schnittstellen sollten sie nicht kaufen“, empfiehlt Klug. Den frischesten Kohl bieten die Erzeuger auf Bauernmärkten oder im Hofladen an. Hier können die Kunden auch nachfragen, wann der Kohl geerntet wurde. Vor allem rund um die größeren Städte in Niedersachsen haben sich Landwirte auf die Direktvermarktung spezialisiert und produzieren Grünkohl für den Frischmarkt. Das Hauptanbaugebiet in Niedersachsen liegt traditionell im Südoldenburger Land, hier wächst Grünkohl auf 300 ha. Ein großer Teil davon wird in der Frosterei Langförden weiterverarbeitet.
Grünkohl ist ein Essen, das in großer Runde am besten schmeckt. Zusammen mit Pinkel, also Bregenwurst, Bauchfleisch oder Kasseler wird die Kohlrunde deshalb gern zum Event und gemeinsam mit Freunden zelebriert. Entweder nach einer Grünkohltour durch die herbstliche Landschaft, als Firmenfeier oder zu besonderen Anlässen wird das Traditionsmenü immer häufiger in Restaurants gegessen, anstatt es auf dem heimischen Herd zuzubereiten. Die Speisekarten der Gasthäuser bieten aber längst mehr als Grünkohl mit Pinkel, die Küchenchefs haben sich viele raffinierte Rezepte für das kalorienarme und gesunde Gemüse einfallen lassen. Es gibt übrigens zahlreiche Sorten, die unterschiedlich hoch werden und mehr oder weniger krause Blätter haben. Die neuen Züchtungen enthalten weniger Bitterstoffe und schmecken deshalb milder. Kälte verbessert den Geschmack zusätzlich, da die Pflanze mehr Zucker einlagert. (LPD)

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