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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Heimische Erdbeer-Saison im Freiland startet
Die Ware stammt aktuell meist noch aus dem geschützten Anbau. Aufgrund der zeitweise hohen Sonneneinstrahlung und der lange Zeit kühlen Nächte stehen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) im Moment hervorragende Qualitäten aus Gewächshäusern sowie aus den Verfrühungen – das sind mit Folien geschützte Erdbeerkulturen im Freilandanbau – zur Verfügung.
Nach Einschätzung der LWK-Beerenobstfachleute wird eine gute Erntemenge erwartet. „Aufgrund des milden Winters konnten wir kaum Pflanzenausfälle und Schäden beobachten, so dass die Überwinterungsbedingungen für die Erdbeeren sehr gut waren“, berichtet Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation Beerenobst in Vechta-Langförden. Spätfröste hätten in diesem Jahr in den Normalkulturen und den verfrühten Beständen bis jetzt keine nennenswerten Schäden verursacht.
Derzeit werden Erdbeeren im geschützten Anbau in guten Mengen und hervorragenden Fruchtqualitäten geerntet. Auch in den ungeheizten Folientunneln nimmt die Ernte immer weiter Fahrt auf.
„Durch die lange Zeit moderate Witterung wird die normale Freilandernte im niedersächsischen Hauptanbaugebiet um Vechta-Langförden voraussichtlich Anfang Juni beginnen“, ergänzen Hendrik Menke und Christina Oevermann, Berater für Beerenobst des Obstbauversuchsringes am Standort Vechta-Langförden des Obstbauzentrums Esteburg. „Auf den zur Verfrühung mit Vlies und oder Folie abgedeckten Flächen läuft die Ernte seit Mitte Mai.“
In den Folientunneln werden hauptsächlich die Erdbeer-Frühsorten „Clery“ und „Malling Centenary“ angebaut, zunehmend aber auch immertragende (remontierende) Sorten. Bei deren Pflanzen werden konstant Blüten nachgeschoben, so dass immer Frucht und Blüte zu sehen sind. Solche Sorten werden bis in den Herbst hinein geerntet.
Im normalen Freilandanbau wird die Sorte „Elsanta“, die frühere Hauptsorte, nach Koschnicks Angaben zunehmend durch neuere Sorten ersetzt, so dass es aktuell ein größeres Sortenspektrum wohlschmeckender Juniträger (einmal tragende Sorten) gibt.
Im Freiland ist in den zurückliegenden Jahren der Anbau diverser remontierender Sorten etwas ausgebaut worden, um die Erntezeit auszudehnen. Um unabhängiger von Witterungseinflüssen zu sein, treiben manche Betriebe den Erdbeeranbau in Folientunneln voran. Der Freilandanbau wird hingegen etwas reduziert.
Nach Angaben des Landesamts für Statistik bauten im vergangenen Jahr in Niedersachsen 240 Betriebe auf 3.280 Hektar (ha) Fläche Erdbeeren an. Davon entfielen 3.083 ha auf den Freilandanbau, hiervon standen 509 ha noch nicht im Ertrag. Die Weser-Ems-Region ist mit gut 1.900 ha die bedeutendste Freiland-Anbauregion in Niedersachsen.
Insgesamt konnten in Niedersachsen im vergangenen Jahr auf den 2.574 ha ertragsfähiger Erdbeerfläche im Freiland 25.696 Tonnen Erdbeeren geerntet werden. Auf knapp 300 ha wurden in 77 Betrieben Erdbeeren im geschützten Anbau (Folientunnel, Gewächshäuser) produziert, der Ertrag lag bei insgesamt 4.300 Tonnen. (LWK Niedersachsen)

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