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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Gutes Wetter für Frühkartoffel- und Spargelernte erhofft
Nach den monatelangen Regenfällen sehnen sich viele Menschen nach den ersten Sonnenstrahlen und freuen sich nach dem Ende der Grünkohlzeit mit Spargel und Frühkartoffeln auf den nächsten kulinarischen Höhepunkt des Jahres. „Wenn es so trocken und warm bleibt, dann gibt es niedersächsischen Spargel zu Ostern“, hofft auch Thorsten Flick von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer. Auf den sandigen Spargelflächen versickere das Wasser gut und die Landwirte werden in den kommenden Tagen die Spargeldämme aufpflügen, sodass die sprießenden Triebe im dunklen Erdreich schön weiß bleiben, untermauert er seine Hoffnung.
Die Fahrt auf ihre im Winter völlig durchnässten und teilweise in Seenlandschaften verwandelten Äcker haben die Kartoffelbauern bereits in der letzten Februarwoche gewagt, um die ersten Frühkartoffeln zu pflanzen. „Die Nächte sind zwar noch kalt, aber der Anfang ist gemacht“, freut sich Joachim Hasberg, Geschäftsführer der Niedersächsischen Früh- und Veredelungskartoffel-Erzeugergemeinschaft. Obwohl der Februar der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland war, erwärmen sich die Böden doch nur langsam.
Die Landwirte schützen die wertvollen vorgekeimten Knollen daher genauso wie die Spargeldämme mit doppellagigen Folien oder Vlies und bepflanzen die sandigen und dadurch schneller aufgeheizten Flächen rund um Burgdorf zuerst. Die Kartoffeln auf rund 700 Hektar der insgesamt 2.900 Hektar großen Frühkartoffelfläche zwischen Hannover und Peine werden auf diese Weise verfrüht.
„Die Weichen für die neue Ernte sind gestellt, das ist auch wichtig für die Arbeitswirtschaft. Sonst ist es kaum zu schaffen“, nennt Hasberg einen weiteren Grund für den möglichst frühen Start in die Kartoffelsaison. Er vermutet, dass die Bauern nach 75 Tagen einen ersten Blick unter die Erde werfen werden, um die Nachfrage zum Muttertag am 12. Mai in ihren Hofläden bedienen zu können. „Das sind dann echte Raritäten, für die ein entsprechender Preis verlangt werden kann“, lautet Hasbergs Erfahrung. Normalerweise rechnet er erst nach 90 Tagen mit einem erntefähigen Ertrag.
„So wie die Vorzeichen jetzt sind, erwarten wir keine Rekordernte“, blickt Thorsten Riggert, Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen, skeptisch auf das Kartoffeljahr. Er befürchtet, dass der Rückstand nur schwer wieder aufzuholen ist und sich die durchnässten Böden nachhaltig auf das Wachstum der Kartoffeln auswirken werden.
Auch beim Spargel wird bis zu den in diesem Jahr sehr frühen Osterfeiertagen Ende März wahrscheinlich nur sehr wenig Spargel geerntet worden sein. Viele Landwirte planen den Beginn der Ernte von vorneherein frühestens Mitte April. Bis dahin werden sich Liebhaber der zarten weißen Stangen aus Niedersachsen noch mit ihrer Vorfreude auf einen kulinarischen Frühlingsanfang begnügen müssen. (LPD 19/2024)

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