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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Gemüse frisch vom heimischen Feld
„Durch das kalte Frühjahr sind wir dieses Jahr mit der Ernte etwa 10 bis 14 Tage später dran“, sagt Regina Wegener aus Wunstorf. Mit ihrer Familie betreibt sie dort einen Bauernhof und vermarktet die Ernte im eigenen Hofladen und Hofcafé. „Unsere Kunden haben schon auf das frische Gemüse aus der Region gewartet“, berichtet sie. Auch wenn das kalte Frühjahr die kleinen Pflänzchen ausgebremst habe, ist sie nun mit dem Wachstum zufrieden. „Es steht alles sehr gut da“, beschreibt sie die Situation auf dem Feld. Auch die Kürbisse kämen aufgrund der warmen Tage nun sehr gut in Gang.
Obwohl der Gemüseanbau nun wirklich etwas für Spezialisten ist, stieg die Gemüseanbaufläche in den vergangenen Jahren stetig an und liegt nun bei etwa 20.000 Hektar (ha) in Niedersachsen und damit im bundesdeutschen Ranking nach Nordrhein-Westfalen auf Platz 2, zitiert der Landvolk-Pressedienst Zahlen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Der Trend zu wenigen und größeren Betrieben ist auch im Gemüsebau eindeutig“, sagt Erich Klug von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Anzahl der Betriebe sei seit Jahren rückläufig und betrage nun nur noch 881 Betriebe, die durchschnittliche Betriebsgröße liege bei fast 23 ha.
Einer der größeren Anbauer von frischem Gemüse und Salaten ist die „Vitamin-Garten“-GmbH aus Ronnenberg. Der Familienbetrieb baut auf 75 Hektar unter anderem Blumenkohl, Brokkoli, Sellerie und Kohlrabi an. „Die Qualität ist dieses Jahr sehr gut“, schwärmt Geschäftsführer Jörg Noltemeyer. Der 68-Jährige führt den Hof in fünfter Generation und vermarktet seine Ernte an den Lebensmitteleinzelhandel und über den Großmarkt „Schon meine Urgroßmutter schob ihre Waren mit der Schubkarre zum Klagesmarkt nach Hannover“, erinnert er sich.
Die Landwirte folgen mit der höheren Anbaufläche der gestiegenen Nachfrage nach Gemüse von 64 kg (1980) auf etwa 96 kg (2013). Der Selbstversorgungsgrad von ca. 35 bis 40% bleibt daher stabil. Im Jahr 2017 wurden deutschlandweit auf einer Freilandfläche von 128.228 ha Gemüsekulturen angebaut. Das sind weniger als 0,7% der landwirtschaftlich genutzten Fläche. „Von allen Sparten im Gartenbau hat der Gemüsebau die höchste Bruttowertschöpfung, aber auch ein gewaltiges Herausforderungspotential“, verdeutlicht Klug die hohen Ansprüche an Anbau und Vermarktung für die Landwirte. (LPD)

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