Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Niedersachsen: Frühkartoffeln kommen jetzt in die Erde

Niedersachsens Frühkartoffelanbauer gehen jetzt ganz normal in die Saison. Kartoffelanbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung haben eine deutlich höhere Nachfrage.

Aktuell haben die Kartoffelanbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung eine deutlich höhere Nachfrage. Bild: GABOT.

Den Sonnenschein der vergangenen Tage haben Niedersachsens Frühkartoffelanbauer für die Pflanzung der frühen Knollen genutzt. In der Region Hannover liegt der Schwerpunkt des Frühkartoffelanbaues. Etwa 130 Landwirte bauen auf etwa 2.700 Hektar (ha) Frühkartoffeln an. Der Pflanzung beginnt normalerweise um den 10. März, im vergangenen Jahr lag der Start witterungsbedingt etwas früher. „Wir gehen jetzt ganz normal in die Saison“, sagt Landvolkvizepräsident Dr. Holger Hennies, der selbst auf seinem Hof bei Uetze auch Frühkartoffeln anbaut. Zur Pflanzung nutzen die Landwirte unter anderem vorgekeimten Kartoffeln, die in der Erde gleich mit dem Wachstum loslegen können. Auf rund einem Drittel der Anbaufläche sorgen die Landwirte mit Folien zusätzlich für ein schnelleres Wachstum, so dass die ersten Frühkartoffeln aus hiesiger Erzeugung bereits ab Mitte Mai noch zur Spargelernte angeboten werden können.

Aktuell haben die Kartoffelanbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung eine deutlich höhere Nachfrage. „Die Coronakrise hat die Nachfrage nach Kartoffeln gegenüber den Wochen deutlich erhöht“, schildert Hennies. Auch in den Abpackbetrieben, die den Lebensmitteleinzelhandel beliefern, ist dieser Trend zu beobachten. Eine besonders hohe Nachfrage speziell nach Biokartoffeln meldet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mit Sitz in Bonn. Das Landvolk weist in diesen Zusammenhang darauf hin, dass frische Kartoffeln aus vorjähriger Ernte nicht für eine längere Lagerung im Haushalt geeignet sind und zügig verbraucht werden sollten. Die AMI berichtet zudem über einen deutlich höheren Kartoffelexport im zweiten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr, dennoch ist die Versorgungslage für den hiesigen Markt weiter gut. Aktuell leidet dagegen der Export von Pommes speziell Richtung Asien aufgrund logistischer Probleme. (LPD)

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