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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Frühkartoffeln kommen in die Erde
Ein Überangebot führte bei Kartoffeln zu sinkenden Preisen. Gründe sind die große Erntemenge, die fehlende Nachfrage seitens der Gastronomie und die weggebrochenen Exporte. Ein Preisverfall für Speisekartoffeln bis zu 50% macht den Bauern auch in Niedersachsen zu schaffen, und eine Besserung ist nicht in Sicht, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.
„Man möchte sagen: Bitte esst mehr Pommes!“, bringt es Thorsten Riggert, Mitglied im Vorstand des Landvolks Niedersachsen und selbst Kartoffelbauer aus Uelzen, auf den Punkt. So beliebt die „tolle Knolle“ beim Verbraucher ist, so sehr fehlen den Landwirten coronabedingt auch weiterhin die Absatzmöglichkeiten im Bereich der Gastronomie, bei den Kantinen und im verarbeitenden Gewerbe.
Vor einem Jahr konnten die Erzeuger nicht ahnen, welche Auswirkungen die Pandemie auf ihre Arbeit haben wird. Die Knollen waren in der Erde; dann kam Corona. Nun können die Bauern ihre Mengen anpassen, um eine zu große Ernte von vornherein zu vermeiden. „Wir raten allen Berufskollegen, die Fläche deutlich zu reduzieren“, sagt Riggert.
Die ersten Frühkartoffeln werden derzeit im Raum Burgdorf gesetzt; die Landwirte in der Heide ziehen bald nach. Während die warme Witterung das Pflanzen einfacher macht, bedeuten die für diese Jahreszeit zu hohen Temperaturen aber Probleme in den zu vollen Lagern. „Da ist die Keimruhe gestört“, weiß Thorsten Riggert. „Optimal wären jetzt drei Grad.“
Ärgerlich bleibt aus Sicht der Erzeuger, dass die Margen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gestiegen sind, dies aber nicht beim Erzeuger ankommt. „Die Kartoffeln sind im Laden sieben bis zehn Cent je Kilo teurer geworden“, rechnet Riggert vor. „Wir Landwirte hätten drei bis vier Cent je Kilo Aufschlag gebraucht, bekommen haben wir aber nichts.“ (LPD)

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