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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Erste Himbeeren reif für die Ernte
„Die Haupternte in den Tunneln beginnt in den ersten Wochen dieses Monats und wird etwa fünf bis sechs Wochen dauern – im Freiland beginnt die Ernte voraussichtlich Mitte Juli“, berichtete Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation Beerenobst in Vechta-Langförden, am Mittwoch (2. Juni). „Aufgrund neuartiger Kulturverfahren lassen sich Himbeeren mittlerweile von Mai bis in den September hinein ernten.“
„Die derzeitige Witterung lässt dank der wüchsigen Bedingungen eine sehr gute Fruchtqualität erwarten“, ergänzte Albert Nordmann, Berater für Beerenobst beim Obstbauversuchsring des Obstbauzentrums Esteburg am Standort Vechta-Langförden. „Die in den vergangenen Wochen wiederholt aufgetretenen Spätfröste haben nur zu geringen Schäden geführt, da die Himbeerblüte im Freiland noch nicht begonnen hatte.“
Der Anbau von Himbeeren hat sich in den zurückliegenden Jahren zusehends vom Freiland in den geschützten Anbau verlagert: „Dadurch können für den Lebensmittelhandel witterungsunabhängig kontinuierlich gleichbleibende Mengen und Qualitäten angeboten werden“, sagte Koschnick.
Die Produktion von Himbeeren im geschützten Anbau sei zwar deutlich kostenintensiver als im Freiland, habe jedoch den Vorteil, dass sich in Folientunneln und Gewächshäusern weniger Schaderreger an den Pflanzen festsetzten und dadurch die Menge der eingesetzten Pflanzenschutzmittel reduziert werden könne, erläuterte der Versuchsstationsleiter. „Freilandanlagen werden zu einem großen Teil mittlerweile als Selbstpflückanlagen genutzt“, berichtete Beerenobstberater Nordmann.
Die Zentren des Himbeeranbaus in Niedersachsen liegen im Landkreis Vechta um Langförden und auf der Stader Geest südlich des Alten Landes. Selbstpflückanlagen befinden sich verstreut in ganz Norddeutschland, verstärkt im Einzugsbereich größerer Städte. Um Himbeeren so frisch wie möglich mit den eigenen Händen zu ernten, nehmen manche Verbraucher*innen lange Anfahrtswege in Kauf.
Sorge bereitet den Anbaubetrieben die Frage, ob die Preise für Himbeeren sich aufgrund der Himbeerimporte aus Spanien, Marokko und Portugal weiterhin auf einem für Deutschland zu niedrigen Niveau bewegen.
Nach Angaben des Statistischen Landesamts ernteten im vergangenen Jahr 53 Betriebe in Niedersachsen insgesamt 1.266 Tonnen Himbeeren (2019: 65 Betriebe, 1.046 Tonnen), davon 280 Tonnen Himbeeren im Freiland und – in 22 Betrieben – 986 Tonnen Himbeeren in Folientunneln und Gewächshäusern (geschützter Anbau). (LWK Niedersachsen)

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