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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Erdbeerenernte startet im Freiland
„Die Beliebtheit der Selbstpflückfelder nimmt zu, das freut uns natürlich sehr“, sagt Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen. Neben dem niedrigeren Preis, der vor allem das Pflücken größerer Mengen zum Marmeladekochen und Einfrieren zu einer guten Gelegenheit mache, vermutet er auch ein gestiegenes Bewusstsein für regionale Lebensmittel mit kurzen Transportwegen und einem dadurch kleineren CO2-Fußabdruck: „Das macht Sinn.“
Zudem ist auch bei den Sorten viel passiert. „Sie schmecken besser, sind ertragreicher und halten sich länger frisch“, nennt Eickhorst die Vorteile von Erdbeersorten wie Red Himalaya oder Sonsation. Die Nachfrage sei deshalb in diesem Jahr so hoch wie noch nie. „Die Erdbeeranbauer sind mit Qualität, Menge und Preis zufrieden“, sagt Eickhorst. Nach den ersten Früchten aus geschütztem Anbau starte die Ernte im Freiland nun mit Karacho.
Trotz der insgesamt rückläufigen Erdbeer-Anbaufläche in Deutschland bleibt Niedersachsen laut Statistischem Bundesamt das Erdbeerland Nummer 1. Im vergangenen Jahr wuchsen die süßen Früchte dort auf 2.555 Hektar. Insgesamt wurden auf 12.721 Hektar Erdbeeren angebaut. Knapp 58% der Gesamtanbaufläche entfielen dabei auf die drei Bundesländer Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Während sich die Erdbeeren der Hochsaison nähern, geht es beim Spargel in den Endspurt. „Die Saison ist gut gelaufen“, konstatiert Eickhorst. Das wechselhafte Frühlingswetter habe für eine stetige und gute Qualität der Stangen gesorgt und die Nachfrage sei besonders an den Feiertagen hoch gewesen. Gerade die kleineren Höfe hätten jedoch mit höheren Stückkosten zu kämpfen. Zudem seien sie oft weniger stark mechanisiert als die größeren Betriebe. „Die stehen durch die gestiegenen Lohn- und Betriebskosten mit dem Rücken an der Wand“, verdeutlicht Eickhorst. Trotzdem versuchten sie, für jeden Geldbeutel Spargelsorten anzubieten. Verbraucher haben nun noch bis zum Johannistag am 24. Juni die Gelegenheit, dieses Angebot anzunehmen.

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