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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Die ersten Frühkartoffeln sind in der Erde
„Für die Direktvermarktung wurden die ersten Flächen bestellt. Das ist gut eine Woche eher als sonst. Jetzt müssen wir schauen, wie sich das Wetter weiter entwickelt und werden dann nach und nach weiter unsere leckeren Knollen in die Erde bringen“, erklärt Joachim Hasberg, Geschäftsführer der Niedersächsischen Früh- und Veredlungskartoffel-Erzeugergemeinschaft, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Die Frühkartoffelbauern haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt, da für die ersten Wochen im März schlechtes Wetter angesagt wurde, führt Hasberg aus. Normalerweise starten Niedersachsens Frühkartoffelerzeuger in den ersten Märzwochen, wenn die Sonne sich vermehrt durchsetzt und kräftiger scheint. Unter Vlies und Folie keimen die kleinen Pflanzkartoffeln nun schneller heran, doch Hasberg glaubt nicht, dass trotz der frühen Pflanzung die Kartoffeln in den kommenden 14 Tagen schon auflaufen werden. „Aber wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, werden die beliebten Knollen nach 100 bis 120 Tagen erntereif sein – also grob zu Muttertag, Anfang Mai“, meint Hasberg.
Die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade Richtung Norden macht Hasberg Sorgen: „Dieser Schädling wird uns sehr große Probleme bereiten. Noch werden wir in Niedersachsen vielleicht eine Schonfrist von ein bis zwei Jahren haben. Aber diese Zeit müssen wir nutzen, um mit Pflanzenschutzmitteln – die hoffentlich bis dann genehmigt werden – einer Ausbreitung entgegenzuwirken und unsere 2.600 Hektar große Kartoffelfläche der Erzeugergemeinschaft vor diesem Schädling zu schützen.“
Auch in der Pfalz und im Rheinland seien Befahrbarkeit und Bearbeitung des Bodens so gut möglich gewesen, dass auch dort vergangenes Wochenende die ersten Frühkartoffeln in die Erde gebracht wurden, berichtet Hasberg weiter. „Für ausländische Ware aus Ägypten und Israel ist der deutsche Kartoffelmarkt mit seinem hohen Preisniveau ein lukrativer Markt. Wir hoffen, dass wenn wir mit der Haupternte unserer Frühkartoffeln Ende Juni/Anfang Juli am Markt beginnen, diese Herkünfte nicht mehr in den Regalen der Supermärkte dominierend sind. Zudem setzen wir auf den Verbraucher, der die heimische und wirklich frische Knolle aus der Region mit kurzen Transportwegen zu schätzen weiß“, sieht Joachim Hasberg der kommenden Saison optimistisch entgegen. Schließlich ist – laut vorläufiger Zahlen des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft – im Wirtschaftsjahr 2023/24 der Kartoffel-Pro-Kopf-Verbrauch seit zwölf Jahren erstmals wieder auf über 60 kg gestiegen. (LPD)

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