- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Niedersachsen: Die Anbaufläche für Zwieb...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Die Anbaufläche für Zwiebeln wächst stetig
In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr auf 2.325 ha Zwiebeln angebaut. 2012 waren es noch unter 2.000 ha, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Rund ein Drittel der in Deutschland angebauten Zwiebeln wachsen in Niedersachsen. Hauptanbaugebiete sind die Regionen Uetze und Peine mit etwa 500 ha sowie Uelzen und Dahlenburg mit rund 1.500 ha. Der Rest verteilt sich auf Sittensen, Südniedersachsen und Hannover und Nienburg. Die Flächenausweitung der vergangenen Jahre erklärt Michael Dunker mit der steigenden Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln und dem stabilen Preis und Ertrag. Hinzu kommt der Wegfall der Stärkeordnung: „Viele größere Kartoffelanbauer haben mit Zwiebeln angefangen oder haben ihre Flächen ausgeweitet. Kartoffelroder können auch zur Zwiebelernte eingesetzt werden. Das Ende der Zuckermarktordnung und die EEG-Novellierung könnten sich in den kommenden Jahren nochmals zu Gunsten des Zwiebelanbaus auswirken“, spekuliert der Pflanzenbauberater der Landwirtschaftskammer.
Die Zwiebelernte in Niedersachsen läuft auf Hochtouren. Zuerst werden die Steckzwiebeln geerntet. Da sie krankheitsanfällig ist, gedeiht diese frühe Sorte am besten in Regionen mit wenig Zwiebelanbau. Von Mitte Juli bis Mitte August werden die kleinen Silberzwiebeln geerntet. Direkt nach der Ernte wird die im Durchmesser maximal drei Zentimeter kleine, schalenlose und empfindliche Sorte zu Mixed Pickels oder anderen Sauerkonserven weiterverarbeitet. Silberzwiebeln können nur etwa alle zehn Jahre auf derselben Fläche angebaut werden. „Durch den Anbau von Winter- oder Steckzwiebeln haben die Landwirte in Niedersachsen versucht, schon früh mit frischer Ware am Markt zu sein. Der Ertrag ist allerdings nicht so gut, und die Sorten sind empfindlich“, erläutert Dunker. Außerdem habe die Pfalz durch Witterungsvorteile immer wieder die Nase vorn, somit verpuffte der positive Effekt auf den Preis. Deshalb konzentriere sich die niedersächsische Produktion zu 90% auf die Sommerzwiebel, weiß der Anbauberater.
Die Ernte der Sommerzwiebeln wird in diesem Jahr ab Ende August erwartet, der Hals muss sich erst schließen. 530 bis 545 Dezitonnen je Hektar können die Landwirte üblicherweise vom Acker abfahren. Diese Sorte ist besonders gut lagerfähig, im sauerstoffreduzierten Lager sogar bis zur nächsten Ernte. Dadurch hat die Zwiebel in Niedersachsen immer Saison. „Die Flächen sehen gut aus, wir erwarten eine durchschnittliche Ernte der Sommerzwiebeln“, sagt Dunker und hofft zudem auf stabile Preise. Wichtige Informationen über die Zwiebel hat der Deutsche Bauernverband (DBV) auf der Erntekarte Zwiebel zusammengefasst. Diese steht zum Download bereit auf www.bauernverband.de/erntekarteikarten. (LPD)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.