Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Niedersachsen: Betriebe für Agroforst-Projekt gesucht

Projekt MODEMA will Auswirkungen von Agroforst auf Pflanzenbau, Ökonomie und Biodiversität untersuchen.

Die Effekte der Kombination von Grünland- und Ackerflächen mit Gehölzen sollen im Projekt MODEMA untersucht werden. Bild: © Lignovis GmbH.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) sucht im Zuge des Projekts Modell- und Demonstrationsvorhaben Agroforst (MODEMA) nach Betrieben, die bereits Agroforst betreiben oder Agroforst etablieren wollen. Die LWK betreut im Rahmen des Projektes eine von drei Modellregionen in Deutschland und führt eigene pflanzenbauliche Untersuchungen durch. Die Gesamtprojektkoordination obliegt dem Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V.

In Agroforstsystemen werden Acker- und Grünlandflächen mit Gehölzen kombiniert. Dieser Landnutzungsansatz ist gleichzeitig traditionell und doch modern, da hier Aspekte wie Klimaresilienz, Erosions- und Wasserschutz, Biodiversitätserhalt und Einkommensstabilität vereint werden sollen.

Das Projekt ist im Juni bundesweit gestartet. Bis Ende des Jahres sollen teilnehmende Betriebe mit Sitz in Niedersachsen gefunden werden. Ziel des Projekts ist die objektive Bewertung der Gehölzauswirkungen auf den Pflanzenbau, die Ökonomie und die Biodiversität sowie die Ausdehnung der bundesweiten Agrarfläche mit solchen Systemen.

Von Interesse für das Projekt sind sowohl bestehende Agroforstsysteme als auch die Neuanlage von Gehölzstreifen. Im Falle einer Neuanlage sollte mindestens 1 Hektar Gehölzfläche pro Betrieb entstehen. Dabei spielt die Wahl der Gehölzart (bspw. Pappel, Kirsche, Nuss) und die geplante Nutzungsform (Energieholz-/Wertholzerzeugung) zunächst keine Rolle.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt im Rahmen der Projektfinanzierung für die Neuanlage eines Agroforstsystems zwischen 4500 und 9000 Euro pro Hektar Gehölzfläche (abhängig von der entstehenden Gesamtfläche) zur Verfügung. Dazu kommen jeweils auf drei Jahre 1175 Euro pro Jahr und Hektar Gehölzfläche für Pflegemaßnahmen und 1000 Euro jährlich als pauschale Aufwandsentschädigung. (LWK NDS)

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