- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Niedersachsen: Beregnung entscheidet übe...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Niedersachsen: Beregnung entscheidet über die Kartoffelernte
Im Westen Niedersachsens konnten seine Berufskollegen durch mangelnde Beregnungsmöglichkeiten der Trockenheit weniger entgegensetzen. „Niedersachsenweit überwiegt die negative Stimmung, weil die Pflanzen zum Teil verheerend aussehen“, sagt Erb. Ohne Bewässerung sei besonders der Anbau von Kartoffeln, Zuckerrüben, Zwiebeln und Sonderkulturen in manchen Regionen unmöglich.
Nach einem deutschlandweiten Rekordanbaujahr 2025 mit einer Fläche von 301.800 Hektar (ha) Kartoffeln prognostiziert das Statistische Bundesamt für 2026 einen rückläufigen Anbau und geht von etwas mehr als 268.000 Hektar aus, was einem Rückgang um etwa 11% entspricht. In Niedersachsen werden 2026 auf 115.332 Hektar Kartoffeln angebaut. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 15.460 ha. Stärkekartoffeln nehmen eine Fläche von 76.635 ha ein, das sind 4.750 ha weniger als 2025. Speisekartoffeln wachsen auf 38.697 ha Hektar, das ist ein Minus von 10.708 ha zum Vorjahr. „Der Rückgang ist vor allem eine Reaktion auf die schwierige Marktlage und die damit einhergehenden schlechten Preise in 2025“, sagt Erb.
Zu kämpfen haben die Landwirte auch mit der weiteren Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade als Überträger bakterieller Krankheiten an Kartoffeln. Im Vergleich zum vergangenen Jahr scheint es nach Erkenntnissen der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) aufgrund der Witterungsbedingungen eine längere Flugphase gegeben zu haben. Das alles zeige, dass die gemeinsamen Anstrengungen der Branche mit Behörden und Politik hinsichtlich der Eindämmung der Zikade durch wirksame Pflanzenschutzmittel und weiterer Forschung weiterhin notwendig und zwingend erforderlich seien. (LPD)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.