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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Neurath: Offizieller Erntestart
Ganz offiziell begrüßten die "Neurather Gärtner" am 14. Oktober 2011 geladene Gäste und Pressevertreter zum Erntestart der ersten Tomaten des 11 ha großen Gewächshausbetriebes in Neurath, dem größten Gewächshaus in Nordrhein-Westfalen.
Die Kooperation von vier Mitgliedsbetrieben der Gartenbaugenossenschaft Landgard, die sich zum Projekt „Neurather Gärtner“ zusammengeschlossen haben, ist in der Branche außergewöhnlich. Wilhelm Baum, Matthias Draek, Dirk Drießen und Carsten Knodt sind vier Unternehmer, die in das gemeinsame Unternehmen mehr einbringen als die Idee Synergien durch das Bauvolumen, Technik, Logistik und günstigere Energiekosten zu heben. Vielmehr tragen vier außergewöhnliche Unternehmerpersönlichkeiten dazu bei, dass dieses Projekt von ihrer Erfahrung und ihren individuellen Fähigkeiten lebt.
Landgard als Kooperationspartner
An der Seite der vier Gärtner steht Landgard Obst & Gemüse als Vermarkter und Kooperationspartner. Dies war entscheidend für eine Reihe von Vertragsabschlüssen mit Banken, bei der Beantragung von Fördermitteln und den Verhandlungen mit dem Energieversorger RWE. Landgard hat bereits in Norddeutschland ein Projekt gleicher Größenordnung für den Paprikaanbau unterstützt. Auf diese Erfahrungen konnte nun aufgebaut werden.
Restwärmenutzung für gute CO2 Bilanz
Ein entscheidender Faktor für die Ansiedlung des in Deutschland außergewöhnlichen Gartenbauunternehmens in Neurath ist die Nähe zum dortigen Braunkohlekraftwerk, das von der RWE Power betrieben wird. Durch die Restwärmenutzung kann die energieintensive Tomatenkultur kostengünstig und umweltschonend durchgeführt werden. Innerhalb des Projekt ist gleichzeitig eine Versuchsfläche eingeplant bei der die Beheizung einer Fläche mit Niedrigtemperatur-Energie geplant ist.
Vertrieb über 1000 Netto-Filialen
5.000- 6.000 t Tomaten sollen Jahr für Jahr in Neurath geerntet werden. Mit der Netto Markendiscount haben die Gärtner einen Großkunden, der darauf setzt, hochwertige Tomaten aus regionaler Erzeugung über seine umliegenden Filialen an die Endverbraucher zu verkaufen. Das Unternehmen entschied sich in einer Verkostung für die Tomatensorte Lyterno, eine hochwertige Rispentomatensorte, die zwar weniger Ertrag dafür aber den intensiven Geschmack bietet, den sich deutsche Konsumenten wünschen.
Das Unternehmen „Neurather Gärtner“ ist ein Pilotprojekt mittelständischer Unternehmen im Kontext mit großen Konzernen. Eine Kooperation, die zukunftsweisend ist für einen modernen Gartenbau, bei dem sich Unternehmen nicht scheuen neue Wege zu beschreiten. (lg)
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