Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Neu bei BLU: Bio-Erdnüsse

Wer hätte das gedacht? Botanisch betrachtet ist die Frucht der Erdnuss keine Nuss im eigentlichen Sinne, sondern eine Hülsenfrucht. Sie gehört der Familie der Hülsenfrüchtler an und ist somit verwandt mit den Erbsen und Bohnen.

Auch in unserem Klima wächst die Erdnusspflanze. Bild: BLU-Blumen.

Der englische Name der Erdnuss: peanut (zu Deutsch „Erbsennuss“) bestätigt die biologische Zugehörigkeit. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten sind Erdnüsse allerdings roh genießbar. Die Hauptanbauländer von Erdnüssen sind die USA, Argentinien, Sudan, Senegal und Brasilien. Aber auch bei unserem Klima wächst die Erdnusspflanze.

Verwendung: Eine kleine Menge der frisch geernteten Erdnüsse können roh probiert werden. Der Rest wird vor dem Verzehr getrocknet. Dazu die Erdnüsse mit Schale ca. 20 Minuten im Backofen auf 120°C bis 150°C erhitzt. Dann die Schale entfernen und die Erdnüsse mit dem roten Häutchen auf einem Backblech bei 160 ° C weitere 5-10 Minuten rösten. Anschließend salzen. Guten Appetit.

Pflege: Die Erdnusspflanze benötigt einen möglichst warmen und windgeschützten Standort. Das kann ein warmes Wohnzimmer, ein sonniger Balkon, ein Frühbeetkasten oder Hobbygewächshaus sein. Die Bodentemperatur sollte mindestens 18°C betragen. Im Handel gibt es spezielle Thermometer die in den Boden gesteckt werden. Während der Kultur sollte die Erde eher trocken sein. Es wird gegossen, wenn die Blätter „schlappen“.
Zwei bis drei Wochen nach dem Pflanzen erscheinen die leuchtend gelben Blüten. Sie verbreiten einen veilchenartigen Duft und blühen nur einen Tag. Die Blüten befruchten sich selbstständig. Der befruchteten Fruchtknoten strecken sich lang, krümmen sich und wachsen nach unten Richtung Erdboden. Dort drücken sie sich in das Erdreich hinein. In der Erde reift dann die eigentliche Erdnuss.

Das bedeutet die „Nüsse“ werden nicht von den Wurzeln gebildet wie z.B. bei Kartoffeln, sondern von den befruchteten Blüten die sich in den Boden bohren. Dieser Vorgang ist im Pflanzenreich sehr selten und ist botanisch ein „Highlight“.

Bis Anfang Oktober reifen die Früchte (Erdnüsse) im Boden. Von Mai bis September drei Mal etwas Hornspäne in die Pflanzerde einarbeiten. Zum Ernten wird die komplette Pflanze aus der Erde gerodet und die Erdnüsse können eingesammelt werden.

Die Erdnusspflanze ist einjährig und kann nicht überwintert werden.

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