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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NEPG: Verschiebt Ernteschätzung
Auf Grund der späten Ernte in allen NEPG Ländern (North-Western European Potato Growers) wird die offizielle Ernteschätzung der NEPG erst in der dritten Woche im November erfolgen. Derzeit liegen der NEPG keine neuen Zahlen vor. Jedoch ist offensichtlich, dass die Schätzung vom September von 24,9 Mio. t nach unten korrigiert werden muss. Es wird weniger Kartoffeln und vermehrt Qualitätsprobleme geben.
Späte und riskante Ernte
Im September und Oktober war es in den meisten Regionen zum Ernten zu trocken. Nach dem Regen, ist die Ernte in vollem Gang. In Belgien müssen noch mindestens 35% der Kartoffeln geerntet werden. Die Ernte ist extrem spät. Daher ist die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Risiken wie Frost und Schwierigkeiten bei der Haltbarkeit der Kartoffeln im Lager erhöht. Es gibt innerhalb der NEPG Länder enorme Unterschiede und es wird erwartet, dass der Anteil an Absortierung in dieser Saison vergleichsweise deutlich höher ist. Blaufleckigkeit und Wachstumsrisse sind die größten Qualitätsprobleme. Die Verarbeitung von Kartoffeln mit Wachstumsrissen direkt nach der Ernte ist machbarer und mit weniger Abfall verbunden als von solchen aus dem Lager. Wegen des hohen Trockenmassegehalts wird die Ausbeute der Verarbeiter höher sein. Jedoch ist daher Vorsicht bei der Ernte geboten und eine rasche Verarbeitung vorteilhaft.
Zusätzliche Kosten
Viele Anbauer mussten ihre Flächen künstlich beregnen, um ernten zu können. Dadurch sind zusätzliche Kosten entstanden. Einige Anbauer konnten nicht die notwendige Menge zur Vertragserfüllung ernten.
Preis
Seit Beginn der Ernte zeigen die Preise einen Aufwärtstrend. Das Preisniveau während der Ernte ist bemerkenswert hoch, was ein Resultat der Ernteschwierigkeiten und der voraussichtlich niedrigen Erträge ist. Daher kaufen die Verarbeiter Stärkekartoffeln und Kartoffeln v.a. aus Polen und GB, wo die Preise niedriger sind. Auch zu große Pflanzkartoffeln werden auf dem Markt angeboten.
Im Fall von GB ist dies bedingt durch den Wertverlust des Britischen Pfunds. Dadurch erscheinen GB Preise für Käufer in der Euro-Region günstiger. Die Preise in Pfund bleiben im Vergleich mit letzter Saison hoch.

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