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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NEPG: Höhere Kartoffelernte als von der NEPG erwartet
Basierend auf aktuellen Proberodungen in den fünf NEPG Ländern erwartet die NEPG (NorthWestern European Potato Growers) eine Gesamternte von 27,9 Mio. t Konsumkartoffeln.
Dies resultiert aus einem Flächenanstieg von 4,6% im Vergleich zum letzten Jahr und einem durchschnittlichen Ertrag von 48,2 t/ha, der 2,9% über dem 5-jährigen Duschschnitt liegt. Die NEPG betont, dass dies die aktuelle Situation basierend auf kürzlich erfolgten Proberodungen und Erwartungen ist, aber noch nicht die letztendliche Ernte beziffert.
Obwohl die geschätzte Erntemenge 11,5% über dem 5-jährigen Durchschnitt liegt, ist es immer noch weniger als 2014 (28,5 Mio. t). Trotz der schwierigen Wachstumsbedingungen am Anfang der Saison konnten sich die Bestände im Laufe des Sommers gut entwickeln und gute Qualitäten produzieren. Nur wenige Qualitätsprobleme werden berichtet. Die Sorte Bintje weist Zwiewuchsund Krautfäuleprobleme auf. Ferner wird berichtet, dass der aktuelle Trockenmassegehalt von Kartoffeln in den Niederlanden niedrig ist. Dies kann zu einer geringeren Ausbeute bei der Verarbeitung führen. Damit würden mehr Kartoffeln zur Produktion der gleichen Menge Endprodukt benötigt.
Höhere Nachfrage
Das aktuell niedrige Preisniveau indiziert ein erwartetes hohes Angebot für die kommende Zeit. Die NEPG weist darauf hin, dass ein direkter Vergleich der aktuellen Situation mit 2014 nicht stimmig ist, da die Nachfrage nach Verarbeitungskartoffeln um ca. 1,5 Mio. t gestiegen ist und der Export von Fertigprodukten außerhalb die EU in den letzten Monaten noch trotz des starken Euros zugenommen hat, was noch immer der Motor hinter der Rohmaterialnachfrage ist. Nach Erwartungen der NEPG werden in den Niederlanden und Deutschland Kartoffelmengen in die Stärkeproduktion und ins Tierfutter abfließen, da eine Reihe Anbauer nicht planen, zu viele Kartoffeln von geringerer Qualität bei den derzeit niedrigen Preisen ins Lager zu legen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass in Jahren mit sehr niedrigen Preisen Kartoffeln ehr als nicht verarbeitbar deklariert werden als in Hochpreisjahren.
Da die NEPG betont, dass die Haupternte noch nicht erfolgt ist und die Kartoffeln noch nicht sicher in den Lägern liegen, wird es seitens der NEPG aktualisierte Daten Ende Oktober / Anfang November geben. (Quelle: NEPG)

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