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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Naturland: Warnt vor Fortsetzung alter Fehler
„Statt den Fokus der GAP künftig klar auf mehr Umwelt-, Klima und Tierschutz zu legen, spricht EU-Kommissar Hogan wieder einmal vor allem vom Export“, kritisierte Naturland Präsident Hubert Heigl auf der Delegiertenversammlung des Öko-Verbands in Gräfelfing: „Das wäre genau die Politik, die schon bisher dazu geführt hat, dass jedes Jahr Tausende Höfe in ganz Europa aufgeben müssen, während die Belastung unseres Trinkwassers, das Artensterben und die Klimakrise immer weiter voranschreiten.“
Der EU-Kommissar hatte am Mittwoch seine Pläne für die künftige Ausgestaltung der GAP nach dem Jahr 2020 vorgestellt. Demnach hält Hogan im Grundsatz am bisherigen System der pauschalen Flächenzahlungen fest, will die GAP aber zugleich vereinfachen. So sollen die Mitgliedsstaaten noch mehr Flexibilität bei der regionalen Ausgestaltung der Förderpolitik bekommen. „Mehr Flexibilität alleine reicht aber nicht. Das hat schon bisher nicht dazu geführt, dass die europäische Landwirtschaft umwelt-, klimaoder tierfreundlicher geworden wäre“, kritisierte Heigl.
Faire Partnerschaft zwischen Bauern und Verbrauchern
Der Naturland Präsident forderte stattdessen eine neue Agrarpolitik, die Landwirte – ökologische wie konventionelle – künftig konsequent für ihre öffentlichen Leistungen wie sauberes Trinkwasser, gesunder Boden, Artenvielfalt, Klima- und Tierschutz honoriert. Nur so könne die GAP als Kerninstrument zur Gestaltung der europäischen Landwirtschaft auf Dauer die Akzeptanz der Bürger und Verbraucher gewinnen. „Das Ziel muss eine faire Partnerschaft zwischen Bauern und Verbrauchern sein, in der die nachhaltige Entwicklung unserer Landwirtschaft gesamtgesellschaftlich getragen wird und so bäuerliche Betriebe eine dauerhafte Zukunft bekommen“, betonte Heigl.
Naturland hat hierfür gemeinsam mit dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ein Papier zur Zukunft der GAP entwickelt, das den Übergang hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft beschreibt. Im Zentrum des BÖLW-Nachhaltigkeitsmodell steht ein „Entgelt für Umwelt, Klima, Tier“, das bäuerliche Betriebe für ihre Extraleistungen in diesen Bereichen belohnt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Existenzgründungen junger Landwirte und Landwirtinnen.

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