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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Naturland: Wächst überdurchschnittlich
Zur Biofach 2018 kann Naturland mit hervorragenden Zahlen aufwarten: Das anhaltend gute Wachstum der vergangenen Jahre hat 2017 noch einmal zusätzlich an Fahrt aufgenommen – in Deutschland und weltweit. Aktuell wirtschaften 54.000 Bäuerinnen und Bauern in 52 Ländern der Erde nach Naturland Richtlinien – 26,4% mehr als noch vor einem Jahr. Auch die landwirtschaftliche Fläche legte um 23,8% auf knapp 343.000 Hektar zu. Dazu kommen noch 54.000 Hektar ökologische Waldwirtschaft, so dass insgesamt nun fast 400.000 Hektar Land nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet werden. Damit unterstreicht Naturland seine Rolle als einer der weltweit führenden Öko-Verbände.
10% Plus in Deutschland – Heigl fordert mehr Geld für Forschung
In Deutschland konnte Naturland vor allem bei der Zahl der Mitgliedsbetriebe überdurchschnittlich zulegen. Insgesamt 321 Betriebe entschieden sich 2017 zur Umstellung auf Naturland, ein Plus von 10,3%. Das durchschnittliche Wachstum im verbandgebundenen Öko-Landbau lag dagegen nach BÖLW-Angaben bei 6,1%, inklusive der EU-Bio-Betriebe bei 7,5%. Insgesamt bewirtschaften nun bundesweit 3.448 Betriebe mehr als 181.000 Hektar nach Naturland Richtlinien. Die Fläche entwickelte sich dabei im Gleichklang mit der Zahl der Naturland Betriebe (plus 10%).
Naturland Präsident und Öko-Bauer Hubert Heigl forderte die kommende Bundesregierung auf, die aktuelle Wachstumsdynamik im Öko-Markt zu nutzen und konsequent Politik für eine bessere, umwelt- und klimaverträglichere Landwirtschaft zu machen. „20% Öko bis 2030 ist ein realistisches, aber kein besonders ambitioniertes Ziel. Wenn die Groko die Umsetzung ihrer eigenen Zukunftsstrategie Öko-Landbau endlich konsequent angeht, dann ist auch deutlich mehr drin“, sagte Heigl. Er forderte in diesem Zusammenhang insbesondere eine massive Erhöhung der Forschungsinvestitionen, um zum Beispiel die Öko-Züchtung stärker voranzubringen.
11.000 neue Naturland Bauern und 44% mehr Fläche international
Noch deutlicher fiel das Wachstum außerhalb Deutschlands aus. Hier legte die Fläche um gut 50.000 Hektar zu, ein Zuwachs von 44,3%! Zudem ist Naturland in fünf neuen Ländern zum ersten Mal mit Betrieben vertreten: in Brasilien, Kasachstan, Portugal, Senegal und Ungarn.
Die Zahl der Bäuerinnen und Bauern, die außerhalb Deutschlands nach Naturland Richtlinien arbeiten, stieg um gut 11.000. Dabei handelt es sich vor allem um Kleinbauern, die in einer von 117 Naturland Kooperativen oder Erzeugergemeinschaften organisiert sind. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 23 neue Erzeugerorganisationen zu Naturland und bestehende Naturland Kooperativen konnten zum Teil viele Kleinbauern neu für den Öko-Landbau gewinnen.

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