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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Naturland: Wächst regional und weltweit
Naturland verzeichnet im zweiten Jahr in Folge deutliche Zuwächse bei Mitgliedsbetrieben und Fläche. Neben einem erneut starken Wachstum in Deutschland konnte der Öko-Verband in 2016 auch international zulegen, wobei vor allem die Entwicklung in Europa überdurchschnittlich positiv ausfiel. Insgesamt bewirtschaften aktuell 43.000 Naturland Bäuerinnen und Bauern in 46 Ländern der Erde eine Fläche von über 277.000 ha. Das sind rund 5.000 Bäuerinnen und Bauern mehr als vor einem Jahr. Die Fläche legte um 4,7% zu.
In Deutschland fielen die Zuwächse mit einem Flächenwachstum um 9,4% auf rund 165.000 ha erneut überdurchschnittlich gut aus. Dazu kommen noch rund 54.000 ha nach Naturland Richtlinien bewirtschaftete Waldfläche. Die Zahl der deutschen Naturland Betriebe stieg um 213 auf nun 3.127 (plus 7,3%). „Die Nachfrage nach Bio aus Deutschland ist hoch. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass das Wachstum auch weiter anhalten kann“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese. Naturland sei weiterhin aktiv auf der Suche nach Umstellern in allen Bereichen. „Wir werden aber nur dann noch deutlich mehr Betriebe zur Umstellung bewegen, wenn die Politik endlich für Rechtssicherheit sorgt“, fügte Reese mit Blick auf die Revision der EU-Öko-Verordnung hinzu, wo nach drei Jahren Verhandlungen nach wie vor alles offen ist.
Starkes Wachstum in Europa – mehr Kleinbauern in Übersee
International trägt Europa mit Zuwächsen von gut 25% bei Flächen und Betriebszahlen überdurchschnittlich stark zu der positiven Entwicklung bei. Ein Schwerpunkt des Wachstums war Südeuropa, vor allem Italien und Spanien. Hintergrund ist die steigende Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher nach frischem Obst und Gemüse auch in den Wintermonaten.
Außerhalb von Europa konnten zahlreiche Kooperativen, die durch Naturland Zugang zum deutschen Markt bekommen, ihre Produktion ausweiten. Stärkere Zuwächse gab es beispielsweise in Uganda (Kaffee), Sri Lanka (Gewürze, Kokos) und Vietnam (Öko-Shrimps-Aquakulturen). Mehr als 4.300 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern profitieren davon und gehören nun auch zur Naturland Gemeinschaft. Erstmals zertifiziert Naturland nun auch einen Betrieb in Argentinien, der Zuckerrohr anbaut.
Dank eigener Mitarbeiter vor Ort sowie regelmäßiger Besuche sind dabei auch die internationalen Naturland Betriebe eng an den Verband angebunden. „Diese Nähe zu unseren Bauern – regional und weltweit – zeichnet Naturland zertifizierte Produkte aus“, sagte Reese. „Und wenn in einer Tafel Schokolade öko-fairer Kakao aus der Dominikanischen Republik, öko-fairer Rohrzucker aus Paraguay und öko-faire Milch aus Deutschland verarbeitet werden, dann gewinnen alle – Bauern, Verarbeiter, Handel und Verbraucher –, weil sie Teil einer Kette des gemeinsamen und verantwortungsvollen Handelns sind“, unterstrich der Naturland Geschäftsführer.

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