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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Nachhaltige Artenvielfalt: Biotop für Insekten am Bremer Weserwehr
Mitten in der Stadt haben Auszubildende aus dem Garten- und Landschaftsbau ein Biotop erschaffen, das baldiges Summen und Brummen verspricht. Artenvielfalt erhalten, Garten- und Landschaftsbau nachhaltig betreiben und andere inspirieren: Es gibt viele Gründe, warum das Projekt einzigartig und zukunftstauglich ist.
Im August 2021 startete der Bau des Insektenschaugartens am Bremer Weserwehr als Rückzugsort für Artenvielfalt. Nach der Eröffnung im November vergangenen Jahres ist der fertiggestellte Garten nun ein Paradies für Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge. Das Ergebnis und der Fortschritt des Pflanzenwachstums versprechen baldiges Summen und Brummen – mitten in der Stadt. Idee und Skizze entstanden beim BUND Bremen, Detailplanung sowie Anlage erfolgten in Kooperation mit der Regionalgruppe Weser-Ems des Naturgarten e. V. und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e. V. (VGL).
Bau und Umsetzung erfolgten durch angehende Landschaftsgärtner*innen. Angeleitet wurden diese von Josef Sandig (Baumrausch GmbH & Co. KG, Bremen). Der ausgebildete Landschaftsgärtner blickt auf Herausforderungen während der Bauphase zurück, jedoch seien die Chancen und Vorteile des Projekts viel stärker zu bewerten: „Natürlich gibt es viel Organisation zu bedenken, weil es viele verschiedene Kontakte und Projektbeteiligte unter einen Hut zu bringen gilt. Die Auszubildenden kommen aus unterschiedlichen Phasen während der Ausbildung – folglich können nicht alle gleich angeleitet werden. Mir hat das alles unglaublich viel Spaß gemacht und ich empfinde es als bereichernd und sinnvoll, den Nachwuchs für solche Projekte einzusetzen: Die Landschaftsgärtner*innen arbeiten an vorderster Front für eine Biotop-Entwicklung und können vor allem im Gärtnerischen – viele Auszubildende sehen wesentlich mehr Steine und Pflaster – etwas für die Umwelt bewegen.“
Auf den 800 Quadratmetern am Weserwehr wurden nach Bauabschluss tausende Pflanzen von Freiwilligen und Landschaftsgärtner-Auszubildenden eingesetzt. Für den nachhaltigen Bau wurden in erster Linie Stoffe wie Sandstein und Bruchsteine wiederverwendet – nur wenige neue Materialien kamen zum Einsatz. Innerhalb des Schaugartens können Besucher*innen verweilen und kleine Rundwege erkunden. Die angehenden Landschaftsgärtner*innen sammelten viel Praxiserfahrung, wurden zusätzlich aber auch von den verschiedenen Projektpartnerinnen wie -partnern geschult. Dazu gehören z. B. Themen wie die Lebensweise von Insekten und die heimische Pflanzenwelt.
Mit Unterstützung des AuGaLa (Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.) konnte der Bau vollständig geplant werden. Mehrere Garten- und Landschaftsbaubetriebe beteiligten sich mithilfe von Expertise, Baumaschinen, Materialien und vor allem Auszubildenden. Damit setzten die Landschaftsgärtner*innen Impulse für morgen: Besucherinnen und Besucher sollen zum Nachdenken inspiriert und zum Handeln angeregt werden, eigene Gärten nachhaltiger für Insekten und Natur zu gestalten. Zudem geht es um das Bewusstsein, Grün- und Ausgleichsflächen im öffentlichen Raum zu schaffen. Deshalb soll der Insektenschaugarten am Weserwehr auch ein Lernort mit kleinen Events sein. (Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen)

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