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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NABU: Startet LIFE Peat Restore Projekt
Degradierte Moore emittieren global bedeutsame Mengen Lachgas: Ihre Auswirkungen auf den Klimawandel sind damit größer als lange angenommen. Das hat das internationale Wissenschaftler-Team um Professor Ülo Mander von der Universität Tartu in Estland in der Zeitschrift Nature bestätigt. Neben Kohlenstoff speichern Moore auch erhebliche Stickstoffmengen. Werden sie entwässert, setzen Moore das Distickstoffmonoxid, Lachgas, frei. Ein Grund zur Sorge. Denn das Treibhausgaspotenzial von Lachgas ist 298-fach höher als das von Kohlendioxid und wirkt sich dementsprechend negativ auf die Klimabilanz aus. Die internationale Studie macht deutlich: 72% der globalen Lachgasemissionen stammen aus entwässerten Mooren. Die EU-Klimaschutzziele 2030 können nicht erreicht werden, wenn nicht alle bereits degradierten Moore vollständig restauriert werden. Allein in Deutschland müssten ab sofort jährlich etwa 38.000 Hektar degradierter Moore wieder hergestellt werden.
„Die Landnutzung unserer Moore muss sich grundsätzlich ändern“, fordert NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. „Moorschutz ist heute eine der wichtigsten Stellschrauben für den Klimaschutz. Die auf Entwässerung ausgerichtete Landwirtschaft müssen wir vollständig aufgeben“, so Tennhardt. In der Vergangenheit waren es vor allem die Tierhaltung und die künstliche Düngung, die im Sektor der landwirtschaftlichen Emissionen für die hohen Lachgasemissionen verantwortlich gemacht wurden.
Auch Letícia Jurema, Leiterin des vom NABU koordinierten EU-LIFE-Projektes Peat Restore, plädiert für die konsequente Restaurierung von Mooren. „Wir müssen heute damit beginnen, um die EU-Klimaziele 2030 noch zu erreichen“, sagt Letícia Jurema. Bis 2021 wird sie mit ihrem Projektteam 5.300 Hektar der degradierten Moore in Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland restaurieren. Derzeit beginnen auf den Projektflächen umfangreiche Treibhausgasmessungen im Hinblick auf die für den Klimaschutz relevanten Gase, Kohlendioxid, Methan und Lachgas.
Obwohl Moore nur rund 3% der Landfläche bedecken, speichern sie ein Drittel der erdgebundenen Kohlenstoffvorräte. Alle Wälder der Erde zusammengenommen, speichern nur etwa die Hälfte davon. Unter natürlichen Bedingungen wirken Moore als Kohlenstoffsenken. Sie entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und Stickstoff und speichern die Stoffe im Torf. Die durch Landwirtschaft entwässerten Moore setzen klimaschädliche Treibhausgase frei. (Quelle: NABU)

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