Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

NABU-Förderpreis: 13 Bio-Betriebe ausgezeichnet

Dreizehn Landwirt*innen aus acht Bundesländern sind am Samstag auf dem Umweltfestival in Berlin für die vorbildliche Umstellung ihres Betriebs von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft mit dem NABU-Förderpreis "Gemeinsam Boden gut machen" ausgezeichnet worden.

Die Gewinner von "Gemeinsam Boden gut machen". Bild: © NABU/Sebastian Hennigs .

Die Betriebe bauen ihr Gemüse, Obst und Getreide nach Bio-Kriterien an, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und halten hohe Standards bei der Tierhaltung ein. Die finanzielle Unterstützung soll den Öko-Betrieben dabei helfen, die Kosten für den Umbau zu decken und die zweijährige Umstellungsphase zu überbrücken, in der sie bereits nach Bio-Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.

Mit dem Projekt möchte der NABU, unterstützt durch die „Alnatura Bio-Bauern- Initiative“ (ABBI), REWE Group und weiteren Unternehmen und Stiftungen den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland voranbringen und leistet so einen aktiven Beitrag zu Klima- und Artenschutz, sowie der Verbesserung von Böden und Gewässern.

Seit Start des Projekts im Jahr 2014 wurde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft von mehr als 22.000 Hektar gefördert – eine Fläche, die nahezu der des halben Bodensees entspricht. Mittlerweile sind über 140 Betriebe mit einer Gesamtfördersumme von rund als vier Millionen Euro unterstützt worden.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Mitten der voranschreitenden Natur- und Klimakrise leisten die ausgezeichneten Landwirt*innen einen wichtigen Beitrag für unsere Böden, Artenvielfalt und Ökosysteme. Sie zeigen vorbildlich, wie eine naturverträgliche und klimaresiliente Landwirtschaft gelingen kann. Das kann nicht hoch genug geschätzt werden. Deshalb NABU unterstützt landwirtschaftliche Betriebe seit mehr als zehn Jahren beim oft herausfordernden Übergang zur biologischen Landwirtschaft.“

Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer von Alnatura: „Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst. Die Entwicklung der Biolandbaufläche dagegen stagniert. Mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative fördern wir seit über 10 Jahren gemeinsam mit dem NABU den Bio-Landbau in Deutschland. Wir wollen mit unseren Kundinnen und Kunden ,Gemeinsam Boden gut machen‘.“

Dr. Daniela Büchel, Mitglied des Vorstands der REWE Group: „Die ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, wie unternehmerischer Mut und ökologische Verantwortung zusammengehen können. Mit ihrer Umstellung stärken sie nicht nur Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt und Gewässerschutz, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unserer Ernährungssysteme. Als REWE Group unterstützen wir ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ aus Überzeugung – denn nachhaltige Landwirtschaft entsteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette und braucht verlässliche Partnerschaften.“

Das sind die Preisträger*innen

- Michael Lingg, Bayern (Naturland)
- Katja Jost, Hessen (Naturland)
- Bernd und Andrea Löer, Nordrhein-Westfalen (Naturland)
- Kilian Busch, Nordrhein-Westfalen (Bioland)
- Katrin Westermann, Nordrhein-Westfalen (Naturland)
- Daniel Montel, Baden-Württemberg (Bioland)
- Andreas Henninger, Bayern (Naturland)
- Ernst Kopp, Sachsen-Anhalt (Naturland)
- Anika Holweg, Niedersachsen (Naturland)
- Rebekka Brunken und Christian Nordquist, Schleswig-Holstein (Bioland)
- Christopher Fengler, Mecklenburg-Vorpommern (BioPark)
- Stefanie und Peter Riegg, Bayern (Bioland)
- Martin Feiertag, Baden-Württemberg (Bioland)

Wer ist förderfähig?

Beim Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ kann sich bewerben, wer seinen gesamten landwirtschaftlichen Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umstellt oder seinen bestehenden Öko-Betrieb um mindestens 30 Prozent erweitert. Der Betrieb muss sich einem in Deutschland ansässigen Bio-Anbauverband anschließen. Gefördert werden können auch Betriebe, die am Hof Verarbeitung und Vermarktung betreiben – einschließlich Restauration oder Urlaub am Bauernhof. Bewerbungen für die aktuelle Bewerbungsrunde werden seit dem 1. April angenommen.

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