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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
NABU: Dürre muss Anstoß geben für naturverträglichere Landwirtschaft
Die aktuelle Trockenperiode sei ein Alarmsignal, Wetterextreme werden sich in Zukunft häufen. Bislang jedoch bleiben die Bundesregierung und die EU Antworten schuldig, wie sie die Landwirtschaft besser auf Wetterextreme einstellen wollen, um so Milliarden-Nothilfen, wie sie der Bauernverband immer wieder fordert, zu vermeiden.
„Die aktuelle Dürre zeigt, wie stark die Bundesregierung und der Bauernverband die Folgen der Klimakrise bislang ausgeblendet haben. Dabei steckt die hoch-industrialisierte Landwirtschaft längst in der Klemme. Mit ihrer Kombination aus Intensivierung und Spezialisierung birgt sie für Landwirte ein hohes Risiko, Ernte-Ausfälle verkraften zu müssen. Die starke Intensivierung zerstört zudem die Böden, schädigt das Grundwasser und verdrängt Vögel und Insekten“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Der NABU fordert daher Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, sich in Brüssel für eine grundlegend naturverträglichere EU-Agrarpolitik einzusetzen - im Interesse der von Dürre bedrohten Landwirte und der Steuerzahler gleichermaßen. Zudem müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Ziele des Klimaschutzplans 2050 im Agrarbereich angegangen werden.
Um die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise zu machen, sei es notwendig, den Anbau vielfältigerer Fruchtarten zu fördern, mehr Naturschutzflächen in der Agrarlandschaft zu schaffen, die Tierbestände deutlich zu reduzieren, den Anteil von 20% Bio-Anbau schnell zu erreichen und klimaschädliche Emissionen aus der Landwirtschaft, wie Lachgas, zu verringern. Fairere Preise für Lebensmittel könnten Landwirte zudem bei der Risikovermeidung unterstützen.
Dieses Vorsorgeprinzip muss nach Ansicht des NABU auch in der EU-Agrarpolitik gelten. Über deren Ausrichtung wird derzeit in Brüssel gerungen - allerdings sind kaum Anzeichen erkennbar, dass die EU einen nachhaltigeren Kurs in der Agrarpolitik einschlagen möchte. Im Gegenteil: EU-Agrarkommissar Hogan führte zuletzt ins Feld, 40% der Direktzahlungen seien als klimawirksame Maßnahmen anzusehen. „Solche Behauptungen sind schierer Unsinn und untergraben die Zukunft der Landwirtschaft“, so Tschimpke.
Mit Blick auf staatliche Nothilfe-Forderungen warnte der NABU-Präsident: „Nothilfen für betroffene Bauern sind wichtig, für die Gesellschaft aber auf Dauer nicht zu rechtfertigen. Immer weniger Bürger sind bereit, das fehlgeleitete Agrarsystem weiter mitzutragen. Allein für die Subventionen zahlt jeder EU-Bürger 114 Euro pro Jahr, hinzu kommen Reparaturkosten von Umweltschäden, etwa durch belastetes Grundwasser, sowie Strafzahlungen an die EU, wenn Deutschland Umweltstandards verletzt. Die Bundesregierung sollte das Verständnis der Steuerzahler für weitere Milliarden-Spritzen in ein kaputtes und umweltschädliches Agrarsystem nicht weiter strapazieren“, so Tschimpke.(Quelle: NABU)

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