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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Moorschutz: Ressortabstimmung gescheitert
Moorböden stärker zu schützen und langfristig zu erhalten, ist ein wichtiges Anliegen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), schreibt das Ministerium mit Bezug auf die Berichterstattung zur gescheiterte Ressortabstimmung zur Moorbodenstrategie der Bundesregierung. Daher habe man bereits mit dem Bundesumweltministerium (BMU) und den Bundesländern eine Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Moorbodenschutz erarbeitet, die kurz vor dem Abschluss stehe. Ziel der Vereinbarung sei es, die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden bis 2030 um 5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent zu reduzieren.
Zudem hätte man noch in dieser Legislatur gerne eine Moorschutzstrategie der Bundesregierung verabschiedet. Diese Gespräche seinen nun leider am Widerstand des BMU gescheitert. Im Wesentlichen ging es dem BMEL dabei um die folgenden beiden Punkte, die auch von weiteren Ressorts mitgetragen wurden. Diese hatten wir in die Abstimmungen auch eingebracht – die Änderungsvorschläge blieben allerdings unberücksichtigt: Die Bund-Länder-Zielvereinbarung und die Torfminderungsstrategie adressieren Moorböden unter land- und forstwirtschaftlicher Nutzung. Und deshalb – um Doppelungen zu vermeiden – sollte die Moorschutzstrategie der Bundesregierung prioritär den Schutz der natürlichen Moore und den Schutz der Biodiversität adressieren. Das wollte das BMU nicht mitgehen.
Weiterhin war für das BMEL ein integrativer und kooperativer Ansatz entscheidend. "Wir sind davon überzeugt, dass regional alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden müssen, wenn Maßnahmen zum Moorschutz wirksam umgesetzt werden sollen. Dabei sind neben Flächeneigentümern auch die betroffenen Kommunen und Verbände einzubeziehen – andernfalls erreicht man keine gesellschaftliche Akzeptanz für diesen Transformationsprozess. Nur eine Moorschutzstrategie, die von den Betroffenen vor Ort mitgetragen wird, kann eine erfolgreiche Strategie werden. Zumal zahlreiche Landwirte über viele Generationen hinweg auf Moorböden nachhaltig produziert haben. Diesem Ansatz hat sich das BMU trotz intensiver Gespräche leider bis zuletzt verweigert und war nicht kompromissbereit."
Eine Strategie aber, die über die Köpfe der Betroffenen hinweg durchgedrückt werden soll und Betroffenen sogar bereits rechtliche Schritte ankündigt, könne man als Bundeslandwirtschaftsministerium nicht mittragen. (Bundesregierung)

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