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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Moorschutz: "Perspektive statt kalter Enteignung"
Dem ersten sein Tod, dem zweiten seine Not, dem dritten sein Brot – seit Jahrhunderten wurden die Moore in Niedersachsen im Sinne der Gesellschaft entwässert und urbar gemacht. „Dadurch haben die Menschen dort Heimat gefunden, sich eine Lebensperspektive und einen Wirtschaftsstandort geschaffen“, verdeutlicht Karsten Padeken, Vorsitzender im Landvolkkreisverband Wesermarsch. Eine dem Klimaschutz dienende Wiedervernässung ganzer Regionen ohne ausreichende finanzielle Umstrukturierungshilfen gleiche einer kalten Enteignung auf dem Rücken der Menschen.
Grund für die Entrüstung der Landwirte in Niedersachsen ist die Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Moorbodenschutz, die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies gestern unterzeichnet haben. „Da wurde dem Bund viel zugesagt und viel zu wenig Gegenleistung eingefordert“, wirft Padeken den Ministern vor, schlecht verhandelt zu haben.
Er fordert die Landesregierung nun auf, unverzüglich eine Folgenabschätzung und ein umfassendes Finanzierungskonzept für die Umstrukturierung in den betroffenen Moorgebieten vorzulegen. Die ausgehandelten 330 Mio. Euro für alle Bundesländer zusammen als Gegenleistung für die zugesagte Minderung von 5 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente reichen nach Einschätzung des Landvolk Niedersachsen kaum für die dafür notwendigen wasserwirtschaftlichen Planungs- und Verfahrenskosten aus.
Niedersachsen ist von allen Bundesländern am meisten von der vereinbarten Umstrukturierung in den Moorgebieten betroffen. „Das geht nur mit Strukturhilfen im großen Maßstab, um den Menschen vor Ort eine Perspektive zu bieten“, sagt Padeken. Wie bei der Kultivierung und Ansiedlung von hunderttausenden Flüchtlingen in den Mooren nach Ende des 2. Weltkrieges sei hier vorrangig der Bund in der Verantwortung. (LPD)

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