Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Moorschutz: Effizienter Klimaschutz

Die Klimabelastung durch die Landnutzung kostengünstig bremsen - ist das möglich?

Moorschutz ist effizienter Klimaschutz. Bild: Agroscope.

Moorböden speichern weltweit 20% des Kohlenstoffs, der in allen Böden dieser Erde schlummert. Und das, obwohl Moorböden weniger als 3% der Landfläche ausmachen. Neue Erkenntnisse von Agroscope zeigen, dass Moorschutz eine sehr effiziente Klimaschutz-Maßnahme ist. Diese Erkenntnis wurde in der renommierten Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Selbst in der Schweiz speichert die kleine, noch vorhandene Fläche an Moorböden (28.000 ha) im Torf so viel Kohlenstoff wie alle Ackerböden (ca. 270.000 ha) zusammen.

Moorschutz oder Bewirtschaftungsänderung

Die Fähigkeit von Moorböden, als Kohlenstoffsenke zu dienen, geht bei landwirtschaftlicher Nutzung rasch verloren. Agroscope-Forschende schätzen, dass durch die Nutzung von Moorböden weltweit Treibhausgase ausgestoßen werden, die rund 5% der von Menschen verursachten Emissionen ausmachen.

Mit dem Schutz aller Moorböden weltweit könnten mehr zukünftige Emissionen an Treibhausgasen vermieden werden als dies möglich wäre durch zusätzliche Speicherung von Kohlenstoff auf der gesamten übrigen Landwirtschaftsfläche der Erde mittels verbesserter Bewirtschaftung.

Würden die landwirtschaftlich genutzten Mineralböden weltweit in 'Kohlenstoffsenken' überführt, müsste den Böden dafür jährlich 35-94 Mio. t Stickstoff zusätzlich zugeführt werden, da diese Kohlenstoffsenken nur funktionieren, wenn sie auch Stickstoffsenken sind. Dies hätte negative Konsequenzen für die Umwelt, u.a. in Form von höherer Belastung für Gewässer und Biodiversität.

Moorschutz - kleine Fläche, große Wirkung

Moorböden hingegen benötigen natürlicherweise wenig Stickstoff für die Bindung von Kohlenstoff. Und auch die Renaturierung von Moorböden bedingt keine zusätzliche Stickstoffdüngung. Der Schutz der Moorböden und ihre Renaturierung sind daher sinnvoll, weil die Maßnahme mit wenig Aufwand eine große Wirkung auf kleiner Fläche erzielt. Die Agroscope-Fachleute schließen daraus, dass mit dem Moorschutz der ökologische Fußabdruck im Bereich der Landnutzung sehr effizient und nachhaltig gesenkt werden kann. (Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft)

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