Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

MLR: Bemerkenswerten Feldahorn entdeckt

Unsere Expertinnen und Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg sind dabei auf einen bemerkenswerten Feldahorn gestoßen, wie man ihn nicht alle Tage findet“

Der besondere Baum sei rund 30 Meter hoch, habe einen Brusthöhendurchmesser von 61 Zentimetern und weise eine astfreie Schaftlänge von rund zehn Metern auf. Bild: FVA/Gollent.

„Unser Ziel ist es, unsere Wälder im Land in eine gute und klimastabile Zukunft zu führen. Wir suchen Bäume, die mit zunehmender Hitze, Trockenheit und Schadinsekten sehr gut klarkommen. Dabei nehmen wir für den Waldumbau auch heimische Baumarten in den Blick, die forstliche bislang eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. Unsere Expertinnen und Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg sind dabei auf einen bemerkenswerten Feldahorn gestoßen, wie man ihn nicht alle Tage findet“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 11. November in Stuttgart. Der besondere Baum stehe in einem Privatwald im Landkreis Schwäbisch Hall. Er sei rund 30 Meter hoch, habe einen Brusthöhendurchmesser von 61 Zentimetern und weise eine astfreie Schaftlänge von rund zehn Metern auf.

„Oft sind dies Arten, deren Vermehrung nicht rechtlich verankert ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass die genetische Vielfalt und Diversität durch ungeeignetes Pflanzgut stark gemindert werden könnte. Ziel des Projektes im Sonderprogramm des Landes ist deshalb auch die Generhaltung dieser Arten und die Bereitstellung hochwertigen Pflanzguts für die Forstpraxis“, erklärte Forstminister Hauk.

Im Rahmen des 2020-2022 laufenden Projekts werden die Baumarten Feldahorn (Acer campestre), Eibe (Taxus baccata), Speierling (Sorbus domestica), Elsbeere (Sorbus terminalis) und Flatterulme (Ulmus laevis) untersucht.

Aktuell liegt der Schwerpunkt der Arbeit beim Feldahorn, da dieser durch seine Resistenz gegenüber Trockenheit und seine Überflutungstoleranz eine interessante Baumart für die Zukunft sein kann.

Feldahorne mit 20-25 Meter Höhe sind im Main-Tauber-Kreis keine Seltenheit und auch am Kaiserstuhl und in den Rheinauen zu finden. Durch eine waldbauliche Behandlung sind durchaus astfreie Schaftlängen von 6-8 Meter oder mehr erreichbar. Der höchste gemessene BHD lag bisher bei 97 Zentimeter bei einem Feldahorn im Gemeindewald von Au am Rhein. (MLR)

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