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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Miscanthus: Drei-Meter-Pflanze noch wenig verbreitet
Miscanthus, auch Chinaschilf oder Elefantengras genannte Pflanze mit sehr hohem Biomasseertrag, ist nach Information der Landwirtschaftskammer Niedersachsen weiterhin eine interessante Option für die Landwirtschaft. Voraussetzung dafür sind geeignete Standorte, die den Bedürfnissen der Pflanzen entsprechend vorzubereiten sind und auf denen sorgfältig gepflanzt wird. Ebenso wichtig sind regionale Konzepte, die eine sinnvolle Nutzung der bisher noch wenig verbreiteten Pflanze möglich machen. Miscanthus wird bis zu drei Meter hoch und kann auf guten Standorten acht bis 15 Tonnen Trockenmasse je Hektar und Jahr liefern. Das gehäckselte Pflanzenmaterial ist als Kultursubstrat im Gemüseanbau, als Zusatz in Baustoffen und auch als Tiereinstreu geeignet. Die aktuelle Forschung befasst sich aber vorrangig mit der Nutzung als Brennstoff, dessen Heizwert etwas niedriger ist als von Holz. Um den Nachteil der geringen Schüttdichte auszugleichen, kann das Häckselmaterial zu Pellets oder Briketts gepresst werden.
Nach der Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) 2010 sind Miscanthushäcksel und -pellets als Brennstoff neu zugelassen. Für Feuerungsanlagen, die nach Inkrafttreten der novellierten 1. BImSchV errichtet werden und in denen Miscanthus verbrannt wird, ist eine Typprüfung und die Einhaltung der neuen Grenzwerte für Dioxine und Furane nachzuweisen. Mehrere Hersteller von Holzheizanlagen haben ihre Kessel mittlerweile für den neuen Brennstoff freigegeben.
Miscanthus stammt ursprünglich aus Asien. In Europa gibt es das Schilfgewächs seit Langem als Zierpflanze. Forschung, Industrie und Landwirtschaft interessieren sich seit Ende der 80er-Jahre für Miscanthus als nachwachsenden Rohstoff. Die Anlage von Miscanthusbeständen ist in den ersten drei Wirtschaftsjahren mit relativ niedrigen Erträgen verbunden. Die Pflanze wird als Dauerkultur angelegt und 15 bis 20 Jahre genutzt. (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

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