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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Minijobs: Keine Verdrängung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
Aktuell sind rund 780.000 Minijobber im Einzelhandel beschäftigt. Obwohl die Anzahl der Minijobber seit vielen Jahren rückläufig ist, bleiben sie im Handel weiterhin von großer Bedeutung und unterstützen etwa bei der Abfederung branchentypischer Stoßzeiten mittags oder abends. Arbeitsrechtlich gelten für Minijobs keinerlei Besonderheiten. So besteht auch im Minijob Anspruch auf alle üblichen Arbeitnehmerschutzrechte. Nur im Sozial- und Steuerrecht gelten Sonderregelungen. Auch bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind Minijobs daher sehr beliebt und werden meist ganz gezielt angefragt. Das entscheidende Argument für die Aufnahme einer Minijob-Tätigkeit ist bei den Beschäftigten häufig der Erhalt des Entgelts „brutto für netto“. Insbesondere Personen, die studieren, Angehörige pflegen, Kinder betreuen oder ihre Rente aufbessern möchten, bevorzugen daher häufig ganz bewusst einen Minijob.
„Im Einzelhandel wird keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung durch Minijobs verdrängt. In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl der Minijobber in der Branche um rund 150.000 zurückgegangen und das obwohl die Gesamtbeschäftigung im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen ist“, so HDE Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Seit 2011 ist die Gesamtbeschäftigung im Einzelhandel um mehr als 190.000 Stellen gewachsen. Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind trotz der Corona-Krise und dank Kurzarbeit weiterhin rund 3,1 Mio. Menschen im Einzelhandel beschäftigt.
Nach Einschätzung des HDE braucht es Anpassungen, um das Erfolgsmodell Minijob auch langfristig zu erhalten. Neben einer einmaligen Anhebung der Einkommensgrenze auf 600 Euro im Monat ist ein Mechanismus zur weiteren Flexibilisierung der Einkommensgrenze notwendig. Die im Sondierungspapier von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP enthaltene Vereinbarung zu Minijobs bewertet der HDE daher positiv. „Der Passus sieht eine Flexibilisierung der Einkommensgrenze bei den Minijobs vor. Aus Sicht des Handels geht das in die richtige Richtung“, so Genth weiter. (HDE)

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