Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Minijobs: Einkommensgrenze erhöhen

Regelmäßige Entgelterhöhungen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass sogenannte 450-Euro-Minijobber immer weniger Stunden arbeiten können.

Wir die Einkommensgrenze für Minijobs auf 600 Euro erhöht? Bild: GABOT.

Damit reduziert sich die Attraktivität von Minijobs nicht nur für die Arbeitgeber, sondern auch für die Arbeitnehmer, da diese aufgrund des Anstiegs der Verbraucherpreise über immer weniger Kaufkraft verfügen. Um diese Entwicklung aufzuhalten, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine Überarbeitung der Regelung: „Die von der CDU/CSU geforderte Anhebung der Einkommensgrenze für Minijobs auf 600 Euro pro Monat ist genau der richtige Weg“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Genauso wichtig sei aber, dass die starre Einkommensgrenze für die Minijobs künftig flexibilisiert werde und nach einem vorab festgelegten Zeitraum von drei Jahren automatisch eine weitere Anpassung erfolge, etwa anhand der allgemeinen Lohnentwicklung. Damit ließe sich eine schleichende Entwertung der Minijobs für die Zukunft ausschließen.

Minijobs sind für den Einzelhandel von großer Bedeutung, um etwa die für die Branche typischen Stoßzeiten und Auftragsspitzen abzufedern. Sie sind aber auch bei Arbeitnehmern sehr beliebt und werden zumeist ganz gezielt angefragt. Insbesondere von Menschen, die wegen ihrer Lebensumstände (bspw. Studium, Pflege von Angehörigen, Kinderbetreuung) nicht in der Lage sind, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen, oder schlicht, um die Rente aufzubessern.

„Der Vorteil, das Entgelt brutto für netto auszahlen zu können, ist hier oft das entscheidende Argument, um Beschäftigte für diese Tätigkeiten zu gewinnen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Im Einzelhandel sind insgesamt mehr als drei Mio. Personen beschäftigt, darunter knapp 800.000 Minijobber. Deren Anzahl in der Branche ist aber seit Jahren rückläufig, während die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den letzten Jahren stetig angestiegen ist. Zuletzt wurde die Einkommensgrenze 2013 von 400 Euro auf 450 Euro angehoben. Der rückläufige Trend bei den Minijobs in der Branche setzte sich damals dennoch weiter fort. (HDE)

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